Symbian-Trojaner: Icons werden zu Totenköpfen

Schädling tarnt sich als Dateimanager

Ein neuer Trojaner könnte Besitzern von Symbian-Handys Ärger bereiten. Der als „Skulls“ bezeichnete Schädling tarnt sich als Dateimanager, beendet System-Applikationen eines Symbian-basierten Telefons und ersetzt Icons durch Totenköpfe.

Bislang halten sich die Schäden allerdings in Grenzen: „Wir reden nicht über eine große Anzahl von Infektionen und es handelt sich nicht um einen Virus, das heißt er breitet sich nicht aus“, so Mikko Hypponen von Antivirus-Spezialisten F-Secure.

Die Auswirkungen von Skulls beschränken sich auf das Symbian OS selbst, Anwendungen von Drittanbietern sind nicht betroffen. Sollte man also einen Dateimanager installiert haben, der nicht vom Symbian stammt, kann der der Schädling von Hand gelöscht werden. Anwendern ohne entsprechende Software bleibt nur ein Hard-Reset, bei dem jedoch auch Anwendungsdaten verloren gehen.

„In der Praxis ist es schwierig, ein Telefon zu säubern“, beschreibt Hypponen die Problematik. „Sie können nicht online gehen, sie können keine Reparaturprogramme herunterladen, sie können nichts aufs Telefon ziehen.“ Obwohl Skulls einigen Ärger verursacht, stellt der Schädling keine wirkliche Bedrohung dar. Vincent Weaver von Symantec sieht Skulls aber als eindeutiges Zeichen dafür, dass Viren-Autoren so langsam auch ihre Möglichkeiten auf mobilen Endgeräten ausloten.

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1 Kommentar zu Symbian-Trojaner: Icons werden zu Totenköpfen

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  • Am 22. November 2004 um 11:43 von wenninghaus

    Symbian-Nicht als Zukunftssoftware geeignet…
    wir hatten vor einigen Monaten auch einige Mitarbeiter auf Symbian-Software umgestellt, ließen es allerdings innerhalb kürzester Zeit wieder bleiben, da sich unsere bestehende Palm OS Plattform als wesentlich besser und vor allem auch günstiger erwies.Und der grösste Vorteil:Palm ist anerkannter,und wird von Virenautoren besser akzeptiert als MS oder Symbian:Wir hatten bislang in den letzten 5 Jahren nicht ein grösseres Problem mit Palm OS (PalmONE) was auch viele Studien zeigen…

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