Eichel will schärfere Kontrolle des Internet-Handels

"Da läuft zuviel an der Umsatzsteuer vorbei"

Bundesfinanzminister Hans Eichel will eine europaweite Steuerregelung für den Internet-Handel. „Da läuft zuviel an der Umsatzsteuer vorbei“, begründete der SPD-Politiker den Vorstoß in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.

Die Besteuerung des Internethandels müsse auf europäischer Ebene geregelt „und dann schärfer kontrolliert werden“, forderte der oberste Kassenwart der Republik. Einer SMS-Steuer, wie sie in Italien geplant ist, erteilte Eichel hingegen eine Abfuhr. „Kommt nicht in Frage“, so der Finanzminister wörtlich.

Auf EU-Ebene wird bereits seit fast vier Jahren über eine Internet-Steuer gestritten. Die EU-Staaten sind sich zwar einig, dass sie Dienstleistungen über das Internet wie Services in der „echten Welt“ besteuern wollen, doch über das „wie“ herrscht Uneinigkeit. Verhandlungen Anfang 2001 haben große Diskrepanzen geoffenbart. Medienberichten zufolge reichten die Vorschläge damals von einer zentralen Steuerbehörde in Brüssel zu dezentralen Meldestellen in den einzelnen Mitgliedsstaaten.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Eichel will schärfere Kontrolle des Internet-Handels

Kommentar hinzufügen
  • Am 15. November 2004 um 10:06 von Jackal

    Es reicht!!!!
    So ein Schwachsinn.
    Internethandel besteuern!
    Es gibt doch die Mehrwertsteuer, und die muss jeder abführen, auch im Internet.
    Nur weil die Finanzämter das nicht kontrolliert bekommen, wollen die jetzt eine neue Steuer einführen. Wer kontrolliert das dann? Die Finanzämter? Totaler Blödsinn!!!
    Haben wir eigentlich nur Vollidioten in der Politik????

    Weg mit dem Mann! Sofort!

    Gruß Jackal

  • Am 15. November 2004 um 10:49 von Nobbie

    Weg mit dem Mann?
    >Weg mit dem Mann! Sofort!

    Nu mach Dir mal keine Sorgen ;)
    Das erledigt sich von selbst…

    Ab einer gewissen Grösse lohnt es sich für Firmen, die im Web Umsätze machen, Ihren Sitz z.B. in die nahe Schweiz zu verlegen. Im Kanton Zug z.B. gibt es Treuhänder, die unterstützen Firmen gern dabei… Die Steuersätze sind, sagen wir mal, interessant und die Wirtschaftsförderung wesentlich motiverter als in Deutschland ;)
    Plus: Je unbequemer die Situation wird, desto schneller sind grade Internetfirmen weg. Wir sind doch mobil!

    Ich fühl mich hier jedenfalls wohl und die unfreundliche, blasierte und arrogante Sachbearbeiterin von meinem Ex-Finanzamt soll sich meinetwegen ein Monogramm irgendwo hin beissen :-)

    Je mehr das machen, desto schneller kapieren die Herren, wie es nicht geht…

  • Am 15. November 2004 um 11:08 von Justus

    wir werden kein büro mehr in deutschland aufmachen
    wenn die das machen, dann belibt unsere firma leider vollständing in den USA.

    NR

  • Am 16. November 2004 um 9:48 von BJ

    Mit was will dieser Inkompotente Versager noch alles seine Löcher stopfen?
    Dieser Versager macht Schulden, reisst Löcher in die Kasse dieses Landes und sitzt noch immer auf seinen Gutbezahlten Posten ….!
    Sollte diese Idee eines ……….. wirklich durchkommen, werden viele Kleinunternehmer vor dem Finanziellen AUS stehen. Das wiederum wird wohl kaum die Kassen entlasten!
    Tolle Idee, Eichel!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *