Der aktuelle Imac – das dritte Modell der Reihe – setzt die Evolution seiner Vorgänger hin zu immer kleineren Abmessungen konsequent fort. Der erste Imac erinnerte von der Form her an ein Ei, während der zweite eher wie eine Schreibtischlampe als wie ein Rechner aussah, wobei sich die CPU im Sockel befand. Bei der dritten Variante scheint der Rechner nun ganz verschwunden – es bleibt nur ein frei schwebender Flachbildschirm. Einige Dinge haben sich dennoch nicht geändert: Der Apple Imac G5 glänzt immer noch eher durch Design als durch Leistung (diese ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht gerade herausragend) und leidet nach wie vor unter seiner mangelhaften Erweiterungsfähigkeit.

Getestet wurde die mittlere Preisklasse der Imac-G5-Reihe für 1579 Euro mit 17-Zoll-Bildschirm im Widescreen-Format, 1,8-GHz-G5-Prozessor und 80-GByte-Festplatte. Zusätzlich ist das Testgerät mit einigen Sonderoptionen ausgestattet: ein um 256 MByte erweiteter Arbeitsspeicher, eine AirPort-Netzwerkkarte sowie Bluetooth-Tastatur und -Maus, was den Preis auf insgesamt 1859 Euro erhöht. Schnäppchenkäufer sind daher mit dem Apple Emac besser beraten – und Poweruser mit dem Power Mac G5 . Wer jedoch elegantes, minimalistisches Design liebt, liegt beim Imac richtig.

Design

Der Wechsel zum neuen Design des Imac leuchtet nicht ganz ein. Während der Übergang vom ersten zum zweiten Imac-Modell noch eine kompaktere Form und einen besser verstellbaren Bildschirm mit sich brachte, ist der Bildschirm beim neuen Imac nun weniger flexibel. Er lässt sich lediglich leicht vor- und zurückkippen (-5 Grad bis +25 Grad). Man kann natürlich noch den gesamten Rechner drehen, doch wer will das schon. Immerhin ist der Imac G5 kompakter und leichter als sein Vorgänger mit der Lampenform.

Das Innenleben des Rechners verbirgt sich hinter dem 17-Zoll-Widescreen-Bildschirm. Das Gehäuse misst nur 5 cm, was für einen Desktoprechner erstaunlich schmal ist. Das 17-Zoll-Modell ist zudem um 2,3 kg leichter als der entsprechende Vorgänger. Der Imac steht auf einem leicht gebogenen Aluminiumfuß, wobei alle Ports (3x USB 2.0, 2x Firewire 400, Audio Line-In, Optical Audio-Out und Video-Out) zusammen mit dem Ein-/Aus-Schalter an der Rückseite platziert sind.

Die Vorderseite des Imac G5 wird somit nicht durch Tasten oder Ports verunstaltet, was sicherlich daran liegt, dass das für den Apple Ipod verantwortliche Designer-Team auch hier Hand angelegt hat (obgleich in einigen Werbeanzeigen das Gegenteil behauptet wurde, war von einem Produktspezialisten bei Apple zu erfahren, dass die Ähnlichkeit reiner Zufall sei und man nicht versucht habe, das Erscheinungsbild des Ipod nachzuahmen). Anders als beim Ipod bleibt beim Imac G5 jedoch die Funktionalität auf der Strecke: Man muss schon sehr geschickte Finger haben, um an die Anschlüsse heranzukommen. Wer sich für den Imac G5 VESA mit Wandmontage entscheidet, der laut Hersteller ab Ende des Monats erhältlich sein soll, wird beim Ein- und Ausschalten sowie der Verkabelung sogar noch größere Schwierigkeiten haben.

Das Gehäuse lässt sich zwar leicht öffnen, doch bietet sein Innenleben nicht viele Upgrade-Möglichkeiten. Zum Öffnen muss man den Imac mit der Frontseite nach unten ablegen und die drei Kreuzschlitzschrauben entfernen, mit denen die Rückseite befestigt ist. In den einzigen freien Slot kann dann eine Airport Extreme-Karte oder zusätzlicher RAM-Speicher gesteckt werden. Bekanntlich sind Imacs und andere All-in-one-Rechner eben nur begrenzt erweiterbar.

Im Inneren herrscht Effizienz: kein Kabelwirrwarr, nicht einmal ein Netzteil. Die Lüfter des Imac sind so leise, dass man schon ganz nah mit dem Ohr am Rechner hören muss, ob sie laufen.

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