JDS: Desktop-Software auf Solaris-Basis

Sun Microsystems hat eine Version seiner Software Java Desktop System auf der Basis von Solaris herausgebracht. Damit will das Unternehmen einen Teil des Ansehens, das Linux zuteil wird, für sein eigenes Betriebssystem in Anspruch nehmen.

Das Java Desktop System (JDS) besteht aus dem Betriebssystem und Software wie zum Beispiel der Anwenderschnittstelle GNOME, dem Web-Browser Mozilla, Star Office (ein Konkurrenzprodukt von Microsoft Office), dem Mediaplayer von Real Networks – und natürlich der Softwaregrundlage Java von Sun Microsystems. Als JDS vor einem Jahr eingeführt wurde, basierte das Produkt lediglich auf Suse Linux von Novell.

Das Erscheinen der Version 2 von JDS auf der Basis von Solaris 9 erfolgte Anfang Oktober. Nach den Plänen von Sun soll die Version 3 zum Ende des Jahres herauskommen. Diese Version wird nach Auskunft des Unternehmens einfacher zu benutzen sein. In der Einführungsphase während des Dezembers soll die Software pro Computer und Jahr zu einem Preis von 50 Dollar herunterladbar sein.

Die Linux-Händler befürworten das Open-Source-Betriebssystem für Server seit Jahren, führen es seit neuestem jedoch auch direkt in ihren Angriffen gegen die Festung der Desktop-PCs von Microsoft ins Feld. Bei Sun Microsystems hat man damit begonnen, für die eigene Solaris-Version des Unix-Betriebssystems zu werben – hauptsächlich durch Neuauflage und massive Bewerbung einer Version, die auf Computern mit x86-Chips wie zum Beispiel Intel Pentium läuft. Bei Sun Microsystems zielt man mit Solaris vor allem auf Red Hat Linux ab und plant, bis zum Jahresende aus der Software ein Open-Source-Produkt zu machen.

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