IT-Ausgaben steigen um fünf Prozent

Zwang zur Steigerung der Produktivität macht höhere Investitionen nötig

Der Zwang zu immer höherer Produktivität lässt die weltweiten IT-Ausgaben weiter ansteigen. Laut einer Prognose von Peter Sondergaard, Forschungsleiter beim Marktforschungsunternehmen Gartner, werden die weltweiten Investitionen in die Informationstechnologie im kommenden Jahr um fünf Prozent zulegen.

Investitionen in neue IT-Produkte und Services hätten für viele Unternehmen eine strategische Priorität, erklärte Sondergaard auf einem sechstägigen Symposium seines Unternehmens in Lake Buena Vista im US-Bundesstaat Florida. Hintergrund für die Steigerung der IT-Ausgaben ist der zunehmende Wettbewerb, dem sich die Unternehmen in den Industrieländern gegenüber Schwellenländern wie Indien, China oder Brasilien ausgesetzt sehen.

Um angesichts gestiegener Energiekosten weiterhin Fortschritte bei der Produktivität zu erzielen, müssen die Firmen bei der IT investieren. „Manager müssen neue Wege zur Effizienzsteigerung finden, um die Profit-Erwartungen zu erfüllen“, sagte Sondergaard. Es gebe immer größere Unsicherheit, was Trends oder die Entwicklung der Märkte und den Wettbewerb betrifft. „Die größte Herausforderung für das IT-Management ist es, auf diese Unsicherheit zu reagieren.“

Zum Beispiel werde es im nächsten Jahr in Nordamerika alleine 30 neue Firmen geben, die sich auf Voice-over-IP-Services (VoIP) spezialisieren. Diese Unternehmen werden mit den traditionellen Anbietern konkurrieren und diese traditionellen Anbieter müssen sich wiederum radikal ändern, um im Geschäft zu bleiben, sagte Sondergaard. Ein wesentliches Kriterium für IT-Innovationen komme aber aus dem Privatkundenbereich, vor allem von der Nachfrage nach neuen Produkten wie Spielkonsolen, Plasma-Schirmen mit entsprechender Video-Technologie und Produkten mit Wireless-Fähigkeit.

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1 Kommentar zu IT-Ausgaben steigen um fünf Prozent

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  • Am 21. Oktober 2004 um 9:28 von paternoster

    Wer zwingt? Wer treibt an? Wer gewinnt dabei?
    Alle plappern unreflektiert nach oder schreiben unübelegt ab. Trotz massivem Überangebot reden alle vom Rationalisieren und mehr Arbeiten, um die Produktivität noch mehr zu erhöhen. Wo ist die Logik? Alle Beteiligten machen sich kaputt! D.h. stressen sich zu Tode oder rationalisieren noch die letzten Verdienste weg. Wer kann dann noch kaufen? Wer gewinnt trotzdem dabei und hat das grösste Interesse an diesem Wahnsinn? Die Antwort ist mit wenig Nachdenken leicht zu finden!

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