Job Scheduling: Optimierung bereits getätigter Investitionen

Anders als Modethemen wie Business Intelligence oder Web Services verspricht Job Scheduling tatsächliche Einsparungspotentiale, ist Detlev Schmitz der Meinung. Er ist Operational Manager Central Europe Region beim Job Scheduling-Experten Orsyp. ZDNet traf ihn am Rande der SAP TechEd in München.

ZDNet: Herr Schmitz, was tut sich neues an der Job Scheduling-Front?

Schmitz: Das Thema Job Scheduling ist zunehmend interessant geworden, weil das Budget der IT-Abteilungen weiter schmal ist und die CIOs mehr aus ihren bereits getätigten Investitionen herausholen wollen. In vielen Gesprächen mit CIOs kam klar zum Ausdruck, dass Themen wie Prozessautomatisierung immer wieder thematisiert werden, während zu neuen Technologien wie etwa Web Services klar Abstand gehalten wird. Denn da müsste man neues Geld anpacken. Man zieht es also vor, in die Organisation selber rein zu gehen und dort nach Optimierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

ZDNet: Und da sehen Sie sich gut positioniert?

Schmitz: Viele Unternehmen haben natürlich bereits Lösungen im Einsatz, die funktionieren aber teilweise schlecht oder binden zu viele Ressourcen im Bereich Manpower und Finanzen. Oft handelt es sich um Lösungen, die in Eigenregie erstellt wurden. Wir haben die Mittel, diese Situation zu verbessern.

ZDNet: Mittels Job Scheduling?

Schmitz: Das ist es ja nicht allein. Wir bieten auf allen Plattformen unsere Lösungen an und sind nicht etwa an der Mainframe gebunden. CIOs mit Eigenentwicklungen verschleißen bei genauerem Hinsehen oft zu viele Leute. Die sind zudem meistens auch noch nachts tätig. Wenn man da die Kosten hochrechnet… Wir können nachweisen, dass unsere Lösung etwas einspart.

ZDNet: Der laut den Analysten als mit dem größten Wachstumspotential gesegneten Markt ist wohl der der Business Intelligence (BI). Selbst Siebel hat auf seiner User Week in Los Angeles mitgeteilt, sich in dieser Nische einzurichten. Werden Sie sich ebenfalls dorthin bewegen? Mit der neuen grafischen Schnittstelle für Dollar Universe Business Views betreiben Sie ja bereits eine Art Data Mining und Reporting.

Schmitz: Unser Fokus liegt natürlich auf der Batch-Verarbeitung. Wir bieten noch andere Facetten dazu an, das ist aber kein Business Intelligence. Dieses Thema taucht immer Mal wieder auf unserer Agenda auf, klar, aber ob der Markt tatsächlich so zukunftsträchtig ist, weiß ich nicht. Prozess-Automatisierung als globales Thema bleibt aber weiter unser Fokus.

ZDNet: Sie trauen den Aussagen der Analysten also nicht so ganz? Laut IDC soll der Markt für Kunden Analytic-Anwendungen bis 2008 auf 1,5 Milliarden Dollar anwachsen. Der für Business Analytic-Software werde sogar eine Größe von 18,9 Milliarden Dollar erreichen.

Schmitz: Wenn man sich intern mit CIOs unterhält, namhafte Leute aus der Branche, dann hört man oft Meinungen, die sich mit Sicherheit nicht in der Presse widerspiegeln. Die Medien sind oft zu sehr auf Themen wie Sicherheit oder BI konzentriert. Die Möglichkeiten eines CIOs messen sich heutzutage eher daran, was er intern noch verbessern kann.

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