Wie Wireless LAN die Arbeitswelt revolutioniert

Die Zeiten, da der Begriff "Arbeit" fest mit dem Aufenthalt in einem bestimmten Büro verbunden war, sind endgültig vorbei. Die Vernetzung der Computer untereinander ist nichts Neues mehr. Auch dass die Anwender ihr Notebook mitnehmen, um unterwegs arbeiten zu können, gibt es schon etwas länger. Doch erst die breite Einführung von kabellosen Netzwerken bringt in den Firmen einen Wechsel der Arbeitsstrukturen mit sich und emanzipiert den Arbeitnehmer vom Arbeits-"Platz".

Zumindest im geschäftlichen Umfeld gehört Wireless LAN inzwischen zu einem Notebook dazu wie die Tastatur oder das optische Laufwerk. Doch die kabellose Vernetzung bewirkt mehr als eine weitere Möglichkeit, sich ohne Stöpselei ans Firmennetz anzuschließen: Mit Hilfe dieser Technologie kann in der Arbeitswelt ein Paradigmenwechsel vor sich gehen, denn mit der Unabhängigkeit vom Kabel ist der Angestellte auch unabhängig davon, wo er arbeitet.

Zwar gab es mit Hilfe von Internet und ISDN schon bisher einzelne Arbeitnehmer, die von zuhause aus die Firma anwählten. Doch erst die Möglichkeit, dass eine breite Masse an Arbeitnehmern sich ständig und von fast überall mit dem Firmennetz verbinden kann und sofort an ihre Daten gelangt, schafft eine neue Art der Arbeitskultur.

Nikolaus Stipp, IT Netzwerk Experte IBM Deutschland, Österreich und Schweiz, formuliert das so: „Als weiterer Schritt in der Weiterentwicklung des Arbeitsplatzes bietet der Einsatz von WLANs den Mitarbeitern die Möglichkeit, Zugriff auf Geschäftsdaten, Online-Anwendungen und Informationsquellen zu haben, ohne dabei an einen festen Arbeitsplatz gebunden zu sein. Es hilft mobilen Mitarbeitern, jederzeit mit dem IBM-Netzwerk verbunden zu sein – unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden.

WLANs sind als Erweiterung der kabelgebundenen LANs bereits in vielen IBM-Standorten in EMEA (Europa, mittlerer Osten und Afrika, Anmerkung der Redaktion) verfügbar und überwiegend in gemeinsam genutzten Räumen und Flächen wie Besprechungsräumen, Auditoriums, Cafeterias und Empfangsräumen installiert.“


Nikolaus Stipp,
IBM Deutschland

IBM hat dem Kind auch schon einen Namen gegeben: „ePlace“ heißt die Möglichkeit, sich jederzeit in einer beliebigen IBM-Niederlassung einloggen zu können. Und dort, wo Wireless LAN einmal nicht zur Verfügung steht, liegen auffällig gelbe Kabel, die der Anwender in die Netzwerkschnittstelle seines Gerätes einstecken kann. Auch in anderen Unternehmen setzt sich Wireless LAN immer mehr durch. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan ist in fast der Hälfte aller Firmen eine Strategie zur weitergehenden Nutzung von WLAN zu finden.

Der Grund ist einleuchtend: „Der Einsatz von WLAN erhöht die Flexibilität und Produktivität der Mitarbeiter, ermöglicht eine ständige Verbindung mit dem Laptop zum IBM-Netzwerk, selbst wenn ein Ortswechsel innerhalb einer Filiale, etwa zu einem Besprechungsraum, erfolgt, und garantiert somit die Verfügbarkeit aller erforderlichen Daten und Informationen zum jeweils erforderlichen Zeitpunkt. Die WLAN-Technologie unterstützt somit auch wesentlich IBM’s On Demand business.“ ergänzt Nikolaus Stipp zum Schluss mit einem Hinweis auf die eigene Strategie.

Die Nutzungsrate ist bei IBM besonders hoch: mehr als ein Drittel aller Mitarbeiter nutzen derzeit Wireless LAN. Vor allem Mitarbeiter aus den Bereichen Verkauf und Marketing verwenden den Arbeitsplatz-unabhängigen Netzzugang, „da hier mobiles Arbeiten mit ständigen Ortswechseln zum täglichen Arbeitsablauf gehört.“, so Nikolaus Stipp.

Das wird sich noch steigern. Jack Gold, Vizepräsident beim Analysten META Group, sagt dazu: „Je mehr die Anwender sich an „Wireless E-Mail“ gewöhnen, umso mehr werden sie auch nach anspruchsvollerer Technologie verlangen. Die Firmen werden darauf reagieren, indem sie Anwendungen entwickeln, die auch Vermögensverwaltung, Logistik, Versorgung und einen großen Teil weiterer Aufgaben innerhalb eines Unternehmens ansprechen.“

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