Motorola lässt Rückkehr ins TV-Geschäft platzen

Chinesischer Partner wollte auf US-Markt konkurrieren

Motorola hat seine geplante Rückkehr ins TV-Geschäft vorerst auf Eis gelegt und den Vertrag mit seinem chinesischen Auftragsfertiger Proview International aufgelöst. Damit wird Motorola vorerst keine Flachbildschirmfernseher unter eigener Marke auf den nordamerikanischen Markt bringen. In Asien wird Proview-Tochter Moxell aber weiterhin Bildschirmprodukte mit der Motorola-Marke vertreiben. Grund für das Vertragsende waren Meinungsverschiedenheiten über die Marketingstrategie und die Ziele für den US-amerikanischen Markt, teilten beide Unternehmen mit.

Laut „Wall Street Journal“ (WSJ) hat das Verlangen Proviews, mit Fernsehgeräten unter eigenem Namen den US-Markt anzugreifen, mit den Interessen Motorolas kollidiert. Schon seit einigen Monaten seien die Verträge von beiden Unternehmen geprüft worden. Proview hat nach Angaben des WSJ seit der Vertragsunterzeichnung vor gut einem Jahr insgesamt rund 80 Millionen Hongkong-Dollar (8,34 Millionen Euro) in Kapazitätserweiterung und Marketing-Maßnahmen gesteckt.

Motorola, ein Pionier in Sachen TV-Herstellung, hatte sich 1974 aus dem TV-Geschäft zurückgezogen als es seine TV-Sparte an Matsushita Electric verkaufte, um sich mehr auf Chips kabellose Produkte zu konzentrieren. Wie andere Elektronikgerätehersteller wollte der US-Konzern über einen asiatischen Auftragsfertiger wieder ins Geschäft zurückkehren. Proview ist nach eigenen Angaben einer der fünf weltgrößten Auftragsfertiger im Bildschirmbereich.

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