Bitkom prognostiziert weiter den Aufschwung

Im laufenden Jahr setzen Unternehmen der ITK-Branche im Vergleich zu 2003 rund 2,5 Prozent mehr um. Im nächsten Jahr soll das Wachstum auf 3,4 Prozent steigen. ITK sei "die treibende Kraft der Volkswirtschaft", so der Geschäftsführer des Bundesverbands.

Bitkom lässt nicht locker und zeichnet nun schon seit Monaten ein Bild des Aufschwungs für die ITK-Branche. Die Unternehmen der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuen Medien werden nach Aussagen des Bundesverbands ihre Umsätze im laufenden Jahr um 2,5 Prozent steigern. Damit bestätigt der Verband seine Frühjahrsprognose. Im Jahr 2005 rechnet er sogar mit einem Wachstum von 3,4 Prozent: „Die ITK-Branche beweist sich wieder als treibende Kraft für die Volkswirtschaft“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder in Berlin.

Insgesamt erreicht der deutsche ITK-Markt in diesem Jahr ein Volumen von 131,6 Milliarden Euro, im kommenden Jahr von 136 Milliarden Euro. „Damit hat die ITK-Branche die Wachstumsschwäche der beiden vergangenen Jahre deutlich überwunden“, sagte Rohleder. Wachstumstreiber sind überwiegend die Mobilfunkdienste, Notebooks und Software. Die in den vergangenen Jahren zum Teil zweistelligen Umsatzverluste bei Desktop-PC, Serversystemen oder TK-Einrichtungen sind gestoppt. Rohleder: „Lange hatten sich Firmen bei Ersatzinvestitionen zurückgehalten und Zukunftsinvestitionen verschoben. Das ist nun vorbei.“

Weiterhin kräftig wachsen Telekommunikationsdienste. Sie hatten sich schon in den vergangenen Jahren als stabilisierender Faktor erwiesen. Das Plus wird im laufenden Jahr 3,4 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro betragen, im kommenden Jahr 3,2 Prozent. Innerhalb des Segments entwickeln sich die Mobilfunkdienste (+7,5 Prozent auf 22,6 Mrd. Euro) und die Festnetz-Datendienste (+5,0 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro) besonders gut. Einzig die klassische Sprachtelefonie im Festnetz (-1,3 Prozent auf 20,3 Mrd. Euro) verliert leicht.

Die Trendwende geschafft haben die Softwareanbieter. Nach einem Minus von 1,5 Prozent im vergangenen Jahr steigen ihre Umsätze 2004 um 3,5 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro. Dabei beschleunigen sie weiter: 2005 rechnet der Bitkom sogar mit einem Plus von 5,5 Prozent. Gleiches gilt für die IT-Dienstleister. Nach einem schwachen Jahr 2003 (-0,7 Prozent) steigern sie ihre Umsätze im laufenden Jahr um 2,3 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro. Diese Entwicklung setzt sich 2005 fort: plus 4,4 Prozent.

Gemischt ist die Situation bei den ITK-Geräten: Während die Verkäufe von Multifunktionsgeräten, Notebooks und die Mobilfunk-Sendetechnik kräftig zulegen, treten die Umsätze bei Großrechnern oder stationären PC auf der Stelle. Insgesamt ist das Ergebnis mit plus 0,9 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro jedoch erfreulich. 2003 war das Marktvolumen noch um 4,4 Prozent geschrumpft, im Jahr zuvor sogar um 12 Prozent.

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