US-Nachrichtensprecher: Blogger brechen politischen Jihad vom Zaun

Reportage über Bushs Militärzeit schlägt weiterhin hohe Wellen

Die vor einigen Wochen vom US-Sender CBS ausgestrahlte Reportage über die Militärzeit von George W. Bush schlägt nach wie vor hohe Wellen. Während einer Diskussionsrunde, die vom US-Magazin „The New Yorker“ ausgerichtet wurde, verglichen Tom Brokaw von NBC und Peter Jennings von ABC die Reaktionen der Blogging-Szene auf die CBS-Reportage „60 Minutes“ als „politischen Jihad“ (Heiligen Krieg).

In dem TV-Bericht wurden Dokumente herangezogen, die eine militärische Sonderbehandlung des amtierenden Präsidenten nahe legen. Kurz nach der Ausstrahlung wurde das Internet mit einer Flut von Blog-Einträgen überschwemmt, in denen die Echtheit der Dokumente angezweifelt wird. CBS hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet. Das endgültige Ergebnis steht noch aus.

Zwar räumten auch Brokaw und Jennings ein, dass bei der Recherche Fehler unterlaufen seien, trotzdem verteidigten sie ihren CBS-Kollegen Dan Rather und gingen zum Generalangriff auf die Blogging-Szene über. Sie verglichen deren Aktionen nicht nur mit einem politischen Jihad, sondern waren auch der Auffassung, dass diese mit dem Ziel operiere, die CBS-News zu dämonisieren.

Entsprechend heftig waren auch die Gegenreaktionen. „Tom Brokaw liest die Nachrichten, aber versteht er sie auch?“, fragte Michael Paranzino, Gründer der Website boycottcbs.com. „Jihad ist keine Bezeichnung für das Drängen auf Reformen voreingenommener und arroganter Medien“, so Paranzino. Er fügte hinzu, dass man sich von den Äußerungen von Mr. Brokaws nicht einschüchtern lassen werde.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu US-Nachrichtensprecher: Blogger brechen politischen Jihad vom Zaun

Kommentar hinzufügen
  • Am 31. August 2007 um 18:44 von Kritikus

    Alles ist möglich
    Das Bush eine Sonderbehandlung beim "Dienst am Vaterland" bekam ist sicher richtig, denn diese bekam er auch in den Jahren danach uns auch dann als zum Präsi pervertierte. Schlieslich kann man in den USA mit Geld alles richten. Und die Büsche sind sind so in die Politik und Industrie verstrickt dass einme schlecht werden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *