Unisys-Chef Schmitt: „Die Komplexität erschlägt einen“

Dietrich Schmitt, neuer Geschäftsführer Unisys Deutschland, erläutert im Gespräch mit ZDNet die Anforderungen an sein Unternehmen, geschäftskritische Systeme zu unterhalten. Des Weiteren ging Schmitt auf die Themen Linux, den Wandel der weltweiten Unternehmenskultur und den Global Visual Commerce ein.

Wegen unvorhersehbarer Probleme beim Check In-System Unisys kommt es bei Lufthansa heute morgen zu Verspätungen von bis zu 1,5 Stunden und Flugstreichungen“, ließ die Lufthansa am 23. September verlauten. Spezialisten von Lufthansa Systems und Unisys würden derzeit gemeinsam an der Lösung arbeiten. „Das hat uns wirklich ins Rampenlicht gestellt“, erklärte Dietrich Schmitt, 52, seit Mai 2004 Allein-Geschäftsführer der Unisys Deutschland GmbH. Schmitt verantwortete seit April 2003 als Managing Partner bei Unisys bereits den Bereich CPG/Retail (Konsumgüterhersteller/Handel) in Kontinentaleuropa. Er nimmt nun beide Positionen in Personalunion wahr.

Bevor die Flughafen-Panne thematisiert wurde, gewährte der langjährige Unternehmensberater aber Einsichten in die Linux-Strategie seiner Firma, erklärte, warum sich die deutsche Firmenkultur im Wandel befindet und wie Unisys dabei helfen will.

ZDNet: In unserem letzten Gespräch mit einem Unisys-Vertreter hat Michael Hjalsted, Marketing Director Servers Systems & Technology EMEA, sich äußert zurückhaltend zum Einsatz von Linux auf Ihren Servern geäußert. Nun haben auch Sie Anfang August eine die Unterstützung von Linux auf dem ES7000 angekündigt. Welche Marktchancen geben Sie dem Open Source-Betriebssystem?

Schmitt: Das Momentum hinter dem Einsatz von Linux ist das Bestreben unserer Kunden ihre Kosten zu senken. Wichtig ist jedoch, ob es in die bestehende Server-Landschaft passt, zumal Microsoft nun mehr in Richtung Application geht. Ich glaube, dass in Fällen, in denen die Anzahl der Server, User und einfacher Applikationen zunimmt , Linux eine sehr große Chance hat. Wir sind nicht fixiert auf das eine oder das andere – wir richten uns nach den Erforderungen des Kunden.

ZDNet: Von den Anwendern hören wir, dass das TCO-Argument nicht mehr schlagend ist. Der Einsatz von Linux kommt mittlerweile genauso teuer wie der von Windows. Man erhält aber mehr Freiheit und eventuell Sicherheit. Sie jedoch befinden sich in einer engen Partnerschaft mit Microsoft.

» Aus meiner Sicht wird Linux auch in Zukunft nur eine Nische besetzen. «
Dietrich Schmitt
Geschäftsführer Unisys Deutschland

Schmitt: Wir werden auch zukünftig unsere langjährige Partnerschaft mit Microsoft weiter vorantreiben und damit auch Windows aktiv unterstützen . Zum Thema Sicherheit ist zu sagen: Umso mehr Anwendungen es für Linux gibt, umso mehr gerät das Betriebssystem in den Fokus von Hackern und Virenautoren.

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