Asien droht Spam-Tsunami

Keine besonderen Auswirkungen für Deutschland erwartet

Spam auf Basis von Double-Byte-Zeichen nehmen zu / Netsky ist weiterhin Spitzenreiter im Viren-Index von Clearswift

Clearswift hat eine „Tsunami“ aus Spam für den asiatischen Raum vorhergesagt. Eine Analyse der Spam-Aktivitäten im letzten Monat habe auffällige Zuwächse bei Spam-Nachrichten auf Basis von Double-Byte-Zeichen ergeben. Es handelt sich dabei um einen speziellen, für die Kodierung chinesischer, japanischer oder koreanischer Schriftzeichen genutzten Zeichensatz, der von den meisten Spam-Filtern nicht entziffert werden kann.

Asiatische Spam-Mails werden in Deutschland keine besonderen Auswirkungen haben, da nur eine kleine Minderheit der Benutzer in der Lage ist, solche Emails zu lesen. Der beobachtete Anstieg dieses Spam-Typs deutet jedoch darauf hin, dass die Spammer durch eine hohe Erfolgsquote auf dem asiatischen Markt angespornt werden. Prognosen gehen deshalb davon aus, dass für Asien mit weiteren Massen-Mails und speziellen Angeboten nach dem Geschmack der Konsumenten aus dem Fernen Osten zu rechnen ist.

Double-Byte-Zeichen sind eine effiziente Möglichkeit, Spam-Filter zu umgehen, da die Mehrzahl der Filter Massen-Mails, die aus Double-Byte-Zeichen bestehen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht entziffern und analysieren kann. Bis die Anbieter von Anti-Spam-Lösungen ihre Technologien weiterentwickelt haben, um dieses Schlupfloch zu schließen, drohe ein Anwachsen der Spam-Welle auf Tsunami-Format.

„Bereits im Juni haben wir die ersten Anzeichen für diese neue Spielart von Spam gesehen, aber gegen Ende August waren sie plötzlich allgegenwärtig“, kommentiert Michael Scheffler, Sales Manager bei Clearswift. „Von praktisch null Prozent ist der Anteil der asiatischen Spam-Mails in nur einem Monat auf immerhin fünf Prozent des gesamten Spam-Aufkommens gestiegen.“

Die Ergebnisse des Spam Index basieren auf der Auswertung von mehreren Millionen unaufgefordert verschickten E-Mails, die jede Woche in eigens zu diesem Zweck eingerichteten Accounts bei Clearswift eingehen. Die E-Mails werden vom Spamactive-Service von Clearswift gesammelt und analysiert.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Asien droht Spam-Tsunami

Kommentar hinzufügen
  • Am 4. Januar 2005 um 5:09 von und falsch!

    Überschrift geschmacklos ….
    Die Doppel-Byte Zeichen stellen sich auf unseren "normalen" PCs beispielsweise so dar:

    õ õ ÿ à â ç ë ð

    Man definiert ganz einfach Filter mit diesen Schriftzeichen für Boddy und Header und dann ist Ruhe!

    Es gibt noch andere Möglichkeiten sich davor zu schützen.
    Wenn man keine eMails mit diesen Ländern hat, kann man die Anfangs-IPs per Filter im Header aussoritieren (z.B. 221. = PRC).

    Dann ist Ruhe!

    Deshalb ist der Vergleich mit dem Wort "Tsunami" nicht angebracht und auf das Äußerste geschmacklos!

    ZDnet will um jeden Preis bei der Suche im Internet dabei sein. Äußerst geschmacklos!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *