USA sperren Providern Zugriff auf Wahlseite

Angeblich, um Hackerangriffe abzuwehren

Im Ausland lebende US-Bürger könnten im Zuge der Präsidentschaftswahl im November auf Probleme stoßen: Die USA haben bei führenden Providern den Zugang auf die Site gesperrt, über die Wahlunterlagen angefordert werden können.

Kunden von Wanadoo und BT waren von der Blockade betroffen, ersten Berichten zufolge gab es auch bei Telefonica und China Telecom Schwierigkeiten. Das US-Verteidigungsministerium, das die Seite betreibt, hat den Sachverhalt inzwischen bestätigt. „Einige Internet-Provider“ seien gesperrt worden. Interessant ist auch die Begründung. So sagte eine Militärangehörige, dass man durch diese Maßnahme Hackerangriffe erschweren wollte. Man arbeite derzeit an einer Lösung des Problems.

Eine Sprecherin der Organisation „Democrats Abroad“ sagte, sie sei von dem Sachverhalt informiert, von den genannten Argumenten jedoch wenig beeindruckt. Sie könne keine Motive für einen Hack der Site sehen.

Da nicht in den USA lebende Amerikaner ihren Wahlzettel schon am 2. Oktober abgeben müssen, wird befürchtet, dass die Blockade einige Bürger von der Teilnahme an der Wahl abhalten könnte. Die Organisation hat nun jedoch mit www.overseasvote2004.com eine eigene Seite eingerichtet, auf der die Wahlunterlagen angefordert werden können. Das US-Militär weist darauf hin, dass die Unterlagen auch über die jeweilige Botschaft oder das Konsulat angefordert werden könnten.

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