Projekte: Einsatz von Open Source-Code im Vorfeld abstimmen

Gerade Auftragsprogrammierungen wollen Unternehmen eher exklusiv nutzen

Der Softwareentwickler Emir Sakic hat Anschuldigungen seines Arbeitgebers zurückgewiesen, wonach er speziell für das Unternehmen geschriebenen Code in ein Open Source-Projekt eingebracht haben soll. Sakic sagte, ein Teil des Codes stamme ohnehin aus Open Source-Projekten und könne daher nicht proprietär gemacht werden. Nur diesen Code habe er weitergegeben.

Der Furthermore-Vorsitzende Brian Conolly hatte Sakic 2003 mit der Entwicklung einer Erweiterung für das Open Source-Programm Mambo beauftragt. Auf Basis der Software wollte Furthermore ein Geschäft rund um das Hosting der Internetpräsenzen von Zeitungen aufbauen. Die in Auftrag gegebene Komponente soll Websites ähnlich wie Seiten einer Zeitung aussehen lassen.

Nach Angaben von Conolly sollte die Nutzung der Software exklusiv dem Unternehmen vorbehalten bleiben und der Open Source-Community nicht zur Verfügung gestellt werden. Er beschuldigt Sakic, den Code weitergegeben zu haben, während Sakic behauptet, er habe nur Programmteile veröffentlicht, die vorher Open Source waren. Conolly sagte letzte Woche, er wolle ein Schreiben verfassen, in dem er bei Nutzung des Codes mit rechtlichen Konsequenzen droht.

Anwalt Brian Kelly von der Kanzlei „Phelps & Phillips“, Spezialist für den Umgang mit Geistigem Eigentum, rät dazu, bei Projekten im Vorfeld genau abzugrenzen, in welchem Umfang Open Source- sowie proprietärer Code zum Einsatz kommt. Auf diese Weise könnten Streitigkeiten wie diese bereits von vorneherein vermieden werden.

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1 Kommentar zu Projekte: Einsatz von Open Source-Code im Vorfeld abstimmen

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  • Am 21. September 2004 um 22:08 von AMU

    Stellungname Miro / final 4.5.1 / erwartet
    aktuell warten wir auf http://www.mamboportal.at die Stellungname von von Miro, die eine kommerzielle Variante von Mambo vertreibt. Ausserdem bleibt es spannend ob heute Nacht die Mambo Version 4.5.1 als Final freigegeben wird. Da ja die Veröffentlichung verzögert wurde, wegen dem Streit um "geklauten Source".

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