IT-Investitionen in den Startlöchern

Im Juli befragte PAC 750 deutsche Anwenderunternehmen aus sämtlichen Branchen nach ihren geplanten IT-Ausgaben. Fazit: Der Optimismus kehrt zurück.

Im zweiten Halbjahr 2003 schien der deutsche IT-Markt die Talsohle überwunden zu haben. Die Auftragslage der IT-Anbieter verbesserte sich, die Auslastung ihrer Mitarbeiter stieg deutlich, Optimismus machte sich breit. Aus vielfältigen Gründen verlor diese Entwicklung 2004 wieder an Schwung. Die allgemeine Unsicherheit wiederum schlug sich in der Verzögerung von IT-Investitionen nieder. Mit einer Anwenderumfrage wollte PAC nun herausfinden, ob der IT-Markt 2005 anziehen wird.

Etwa 55 Prozent der befragten Unternehmen rechnen damit, dass ihre IT-Ausgaben auf dem Vorjahresniveau bleiben werden. Immerhin 31 Prozent planen erhöhte IT-Ausgaben, drei Viertel davon sogar eine Steigerung der Ausgaben von über 5 Prozent. So ist zwar kein außergewöhnliches, wohl aber ein moderates Wachstum zu erwarten. PAC-Beraterin Vanessa Solem erklärt: „Mit Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen wird vor allem die Banken- und Versicherungsbranche einen Aufschwung erleben. Auch im Handel, ein sehr von der allgemeinen Konjunktur abhängiger Sektor, sollte wieder vermehrt in IT investiert werden.“

In welche Themen wird 2005 verstärkt investiert? CRM steht auf der „Wunschliste“ deutscher Anwender auf Platz 1. Kundenbindung und eine effizientere Salesforce durch den Einsatz von integrierten Lösungen und mobilen Anwendungen spielen bei Investitionen die Hauptrolle. Nach dem enormen Rückgang der letzten beiden Jahre ist das ein Zeichen dafür, dass der IT-Markt sich erholt.

Am zweithäufigsten nannten Anwender das Thema Security. „Das Sicherheitsbedürfnis der Unternehmen hat sich allgemein in den vergangenen drei Jahren drastisch erhöht, bedingt durch das gestiegene Gefährdungspotential,“ so PAC-Beraterin Vanessa Solem. Dieses Bedürfnis verstärken die erhöhten Anforderungen an die IT, was Komplexität, Verfügbarkeit und Kooperationen betrifft. Auch neue gesetzliche Vorgaben wie KonTraG, Basel II und der Sarbanes-Oxley Act tragen dazu bei.

Fazit: Das Vertrauen in den deutschen Markt kehrt langsam zurück. In seinen Studien zum Markt für Software und IT-Services, allen voran der internationalen SITSI-Studie zeigt PAC im Einzelnen auf, wo die Wachstumstreiber liegen. Die langfristigen Perspektiven für den IT-Markt bleiben positiv.

PAC ist eine europäische Beratungs- und Marktanalysegesellschaft für die Software- und IT Services-Industrie. Der Hauptsitz liegt in Paris, Niederlassungen finden sich in München, New York, London und Bukarest.

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