Microsoft: Neue Version von Anti-Linux-Kampagne

Jetzt sollen Novell, Red Hat und IBM direkt attackiert werden

Microsoft will mit einer neuen Version seiner Anti-Linux-Kampagne „Get the Facts“ weniger die Open Source-Bewegung ins Visier nehmen, sondern eher seine Konkurrenten Novell, Red Hat und IBM, die das freie Betriebssystem als Bestandteil ihrer Lösungen vertreiben.

Damit soll laut Martin Taylor, General Manager von Microsofts Platform Strategy, der Tatsache Rechnung getragen werden, dass sich die meisten User ihre Linux-Software eben nicht aus dem Internet herunterladen, sondern von einem der großen Unternehmen beziehen. „Es geht weniger um Linux, sondern mehr um Novell, Red Hat und IBM“, so Taylor über die Kampagne.

Zum Waffenarsenal der Redmonder gehört die Unterstützung von Studien sowie der Start einer entsprechenden „Get the Facts“-Werbekampagne. Auch sollen es Microsoft-Mitarbeiter künftig unterlassen, Linux als „Krebsgeschwür“ oder „unamerikanisch“ zu bezeichnen. Mit solchen Äußerungen war unter anderem Microsoft-CEO Steve Ballmer in der Vergangenheit aufgefallen.

Taylor meint, dass die direkt auf Linux-Distributoren abzielende Kampagne die Kunden überzeugen wird. Er räumte allerdings ein, dass anders argumentiert werden müsse, wenn Zielgruppen wie Studenten und Programmierer angesprochen werden sollen. Bei diesen Gruppen spielen philosophische Fragen eine größere Rolle als im Business-Umfeld.

„Wir müssen mehr über den Coolness-Faktor herausfinden“, so Taylor. Bislang habe Microsoft versucht, durch überarbeitete Lehrpläne und Programmierwettbewerbe wie den „Imagine Cup“ das Interesse dieser Zielgruppen an Microsoft-Technologien zu erhöhen.

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4 Kommentare zu Microsoft: Neue Version von Anti-Linux-Kampagne

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  • Am 16. September 2004 um 15:53 von Kisho Shin

    Microsoft ist Microsoft …
    Microsoft ist halt kein Linux sondern Microsoft. Windows kann in manchen Serverbereichen mehr (z.B. VPN) aber Linux ist eindeutig der bessere WebServer. Leider laufen viel zu viele Programme, die Firmen benötigen, nur auf Windows und das ist der ganze Schwachpunkt. Würde solche Software auch aktiv unter Linux erstellt werden, so würde Microsoft immer weniger Windows verkaufen. Solange Windows auch noch Geld kostet (Lizens) ist es für Serverbetreiber, die WebSpace anbieten, allgemein günstiger Linux zu verwenden obwohl es dort auch so etwas in Richtung Lizensen gibt aber diese dort viel günstiger sind, wenn sie überhaupt beansprucht werden müssen.

    Fazit: Microsoft soll sich um seine eigenen Probleme kümmern und Linux stellt kein Problem dar. Seit wann ist auch eine Firma, die ihr Produkt auch kostenlos anbietet (Red Hat Linux), eine Konkurenz? Microsoft wird zu Geldgierig und will Betriebsysteme verkaufen, die heute noch nicht einmal 64Bit Prozessoren wirklich unterstützen. 64Bit und meine Wahl würde auch Linux mit aktuellen Kernel sein.

    • Am 16. September 2004 um 18:50 von Edi

      AW: Microsoft ist Microsoft …
      Microsoft ist wie ein rießiger schwerfälliger Elefant der gegen die kleinen Plagegeister namens Novell, RedHat IBM und Co einfach nicht ankommt. Es werden immer mehr und die werden immer "lässtiger". Deswegen muss der Elefant zum "Mückenspray" greifen. Und ob das Funktionieren wird??? Wer gegen die "Giftwolke" ankommt und die überlebt ist Immun dagegen. Und ich denke das wird passieren. Microsoft wird durch seine "Schlechtmakampagne" die jetztigen Kunden von RedHat, Novell IBM usw. nur noch fester an diese Firmen schweißen (Denn die wissen am besten was besser ist). Und vieleicht sogar Neukunden auf deren Produkte aufmerksam machen und mal in Realität vergleichen. Denn:"Glaube nie einer Statistik! Außer du hast sie selbst gefälscht".
      Man darf gespannt mit was MS seine Konkurez abschießen will.

    • Am 17. September 2004 um 8:26 von Kisho Shin

      AW: AW: Microsoft ist Microsoft …
      Microsoft wird versuchen Linux und Co. mit einem neuen Betriebsystem vom Markt zu drengen. Seihen wir aber mal ehrlich, es wird nicht funktionieren. Viele Leute sind heutzutage auf Linux Server und Desktops spezalisiert und es hilft da garnichts mehr zu erzählen das Windows das bessere Betriebsystem sei, wenn es noch immer kein 64Bit kann *LOL*. Desweiteren schreien sowieso die Medien immer das tollste Zeug hinaus. Wer kennt nicht die aktuellste Geschichte mit diesem Zeta OS? Zeta ist auch nur ein versuch ein billiges System, mit wenig an Arbeit, schnell und teuer zu verkaufen. Zeta ist BeOS und das war eigentlich auch mal ein freies System, zumindest die Personal Edition. Ein ähnliches Beispiel kommt aus der Linux Welt und nennt sich Lindows. Open Source teuer verkauft. Lindows auch nichts weiter als ein System mit KDE, ein wenig umgestylt und fertig. Neue Funktionionen bietet es kaum. Da bezahl ich lieber eine nette Red Hat oder verwende eine Debian Linux Distribution und bin glücklich.

      Microsoft wird abstürzen, wenn immer mehr Software auf anderen Systemen entwickelt wird, weil Windows einfach zu wenig, für die heutigen Verhältnisse, kann. Solange Microsoft auch kein Betriebsystem auf den Markt bringt, wo der Core bzw. der Kern auswächselbar ist, wird es Problematisch. Es ist klar das Microsoft nichts mehr verdienen würde, wenn es möglich wäre ein Windows NT mit einem Update, 64Bit fähig zu machen aber das muss Microsoft einfach zulassen, damit auch die jetztigen Kunden bleiben und sich auch wieder vermehren. Sonst hauhen die alle noch zum Tux ab und die Welt schaut gut aus.

  • Am 9. Dezember 2005 um 8:48 von Lampe

    Alles bloß kein Linux!!!
    Also mal im ernst leute: Was ihr da behauptet von wegen Linux seie besser als Windows ist meiner meinung nach schwachsinn. gut, für server eignet sich linux eher als windows, aber ansonsten gibt es keinen großen vorteil an linux gegenüber microsoft. allein die (nicht)einsteigerfreunlichkeit schreckt jeden normalen user ab, und die benutzeroberfläche ist in den meisten versionen nichts als wüste ödnis. Da die meisten programme eh nicht auf linux laufen empfiehlt sich Windows auch für arbeitsrechner. Klar die home edition von Windows ist zum in die tonne treten, und die kosten für professional sind einfach zu hoch, aber an jeder ecke gibt es gehackte versionen, die weder geld kosten noch registriert werden müssen und dazu meist sogar noch stabiler laufen. Womit auch der letzte vorteil des linux beseitigt wäre. Und wer meint Microsoft wären alles geldgierige schweine (was sie zweifelsohne sind!) und deshalb kein windows haben will, der kann sich auch einfach Mac OS besorgen. das hat keine großen nachteile und ist auch noch gute qualitätsware.

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