Microsoft bringt Virtual Server 2005

Gartner: Virtualisierung bringt Einsparungen von 25 Prozent

Microsoft hat die Entwicklung des „Virtual Sever 2005“ abgeschlossen und will das Produkt am 1. Oktober auf den Markt bringen. Virtual Server soll die parallele Nutzung mehrerer Betriebssysteme auf einem Server ermöglichen, um vorhandene Hardware-Ressourcen besser auszunutzen. Das Marktforschungsinstitut Gartner stellt durch Virtualisierung Einsparungen in der Größenordnung von 25 Prozent in Aussicht.

Lange Zeit hat Microsoft die Software hauptsächlich als Möglichkeit dargestellt, ohne zusätzliche Hardware zum Windows Server 2003 inkompatible Anwendungen weiterhin auf einem anderen Betriebssystem betreiben zu können. Es hat sich jedoch herauskristallisiert, dass dieser Markt nicht so groß ist als ursprünglich angenommen. So will man das Produkt künftig auch im Bereich der Softwareentwicklung platzieren. Dort müssen häufig mehrere unterschiedliche Versionen einer Software auf unterschiedlichen Plattformen getestet werden.

Im Markt für Virtualisierungssoftware treffen die Redmonder auf mächtige Konkurrenten, unter anderem auf Vmware, inzwischen eine Abteilung des Storage-Giganten EMC. Mit Vmware sollen in diesem Jahr Umsätze zwischen 175 und 200 Millionen Dollar erwirtschaftet werden, im Vergleich zum vergangenen Jahr eine Steigerung um rund 100 Prozent, so Vmware-Manager Michael Mullany.

Eine Trumpfkarte hat Microsoft jedoch in der Hand: den Preis. So ist die Standard-Version für Vier-Wege-Server für 499 Dollar zu haben, die Enterprise Edition mit Unterstützung für bis zu 32 CPUs für 999 Dollar. Die Preise von Konkurrenten wie Vmware liegen deutlich darüber. Mullani verwies aber darauf, dass Vmware einige Enterprise-Features biete, die beim Virtual Server 2005 schlichtweg fehlen.

Dass Virtualisierung bei Unternehmen einen zunehmenden Stellenwert hat, zeigt nicht zuletzt auch das Engagement des Chipherstellers Intel. So hat das Unternehmen in dieser Woche auf dem „Intel Developer Forum“ entsprechende Funktionen für seine Pentium-, Xeon- und Itanium-Chips vorgestellt, die Unternehmen wie Vmware eine effizientere Implementierung der Technologie ermöglichen sollen.

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