IBM verkauft Supercomputer nach Japan

Blue Gene/L soll zur Erforschung von Proteinen eingesetzt werden

IBM hat einen Supercomputer vom Typ „Blue Gene/L“ an das japanische „Institute of Advanced Industrial Science“ verkauft. Der Rechner soll 17,2 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können. Blue Gene basiert auf den IBM-eigenen Power-Prozessoren und dem Open Source-Betriebssystem Linux.

Mittels physikalischer Simulationen soll mit Hilfe des Rechners erforscht werden, wie sich aus den in der DNA codierten genetischen Informationen die dreidimensionale Form eines Proteins bildet.

Für diesen Aufgabenbereich hat IBM vor rund fünf Jahren das Blue Gene-Programm ins Leben gerufen. Die Form von Proteinen ist nicht nur für die biochemische Forschung von zentralem Interesse, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten.

Das jetzt nach Japan verkaufte Blue Gene-System ist der vierte Großrechner, der seit dem Start des Programms verkauft wurde. Die Komponenten sind in vier Racks untergebracht. Ein 64-Rack-System steht im „Lawrence Livermore National Labortatory“, eines mit sechs Racks wurde für das „Aston Radio Telescope Project“ in Betrieb genommen und der kleinste Rechner aus der Serie, bestehend aus nur einem Rack, wurde an das „Argonne National Laboratory“ ausgeliefert. Zwei der Rechner sind unter den zehn schnellsten Computern der Welt.

Bei IBM plant man derweil schon für den Nachfolger des Blue Gene/L. Dieser soll irgendwann 2007 verfügbar sein und eher einen evolutionären Schritt darstellen. Trotzdem sollen die Neuerungen über den alleinigen Einsatz schnellerer CPUs hinausgehen. Parallel dazu arbeitet IBM auch an den Systemem Blue Gene/C und Blue Gene/P, die Rechenleistungen von einem Petaflop erreichen sollen. Das derzeit leistungsfähiste Blue Gene/L-System erreicht mit rund 300 Teraflops knapp ein Drittel dieser Leistung.

Themenseiten: Business, Hardware

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