Apache gegen Microsofts Anti-Spam-Technologie

Lizenzverträge seien mit Open Source nicht vereinbar

Die Apache Foundation, die sich unter anderem für die Entwicklung des gleichnamigen Webservers verantwortlich zeichnet, hat ihre Unterstützung für Microsofts Anti-Spam-Vorschlag „Sender ID“ aufgekündigt. Die Lizenzanforderungen der Redmonder seien zu streng und seien mit der „Apache Lizenz 2.0“ nicht kompatibel. Auch andere Open Source-Verbände haben die Vorschläge von Microsoft kritisiert.

Das Sender ID-Verfahren soll sicherstellen, dass die in E-Mail-Programmen angegebenen E-Mail-Adressen und die tatsächliche E-Mail-Adresse des Mailservers übereinstimmen und nicht manipuliert werden können. Hacker nutzen diese Möglichkeit, um Empfängern einen anderen Absender vorzugaukeln.

Sender ID wurde von Microsoft an die „Internet Engineering Task Force“ übermittelt, die derzeit Kommentare von verschiedenen Seiten zu der Technologie einholt. Sollte die Microsoft-Technologie bei einem Anti-Spam-Standard zum Einsatz kommen, müssen Nutzer vor der Integration in eigene Produkte den Lizenzvertrag der Redmonder unterzeichnen.

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2 Kommentare zu Apache gegen Microsofts Anti-Spam-Technologie

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  • Am 3. September 2004 um 12:19 von egal

    Weltherrschaft als Nebenprodukt der Spambekaempfung
    Wiedermal typisch, anstatt eine allgemein tragfaehige Loesung vorzuschlagen, denen alle zustimmen koennen, missbraucht der Monopolist aus Redmond seine bereits uebermaechtige Dominanz um alle Bereiche des taeglichen Lebens in den Griff zu bekommen.
    Wenn dann alle in die Lizenzvereinbarungen eingewilligt haben, die natuerlich so formuliert sind, dass diese jederzeit zu ihrem eigenen Vorteil veraendert werden koennen (diese Praxis ist ja ueblich bei diesen Lizenzen), werden wir fuer jede email x Cent Gebuehr an Redmond abfuehren, damit sie eine weitere Cashcow haben, damit sie noch mehr Geld einsammeln koennen.
    Keine Regulierungsbehoerde gebietet ihnen Einhalt, im Gegenteil in der EU und in .de werden diese Entwicklungen sogar noch vom der herrschenden Politikerkaste unterstuetzt.

    Wie immer Redmonder bringen normale und standardisierte Formate in ihren Besitz veraendern sie – angeblich um uns zu helfen – und durch ihre Lizenzpolitik werden alle die danach diese Dinge nutzen wollen zu willfaehrigen Sklaven des Monopolisten.
    Und was machen Politiker, Kartellwaechter und Regulierer in diesem Fall?
    Genau wegsehen, oder dabei helfen dem Monopolisten noch mehr Macht zu verleihen.

  • Am 6. September 2004 um 14:39 von paternoster

    Der Hauptverursacher will für seine Fehler zur Kasse bitten
    Das ist mal wieder typisch M$. So viel Arroganz und Frechheit ist unglaublich. M$ ist Hauptursache für das riesige SPAM-Debakel. Jetzt verkauft es den Flicken für sein mangelhaftes Produkt noch für teures Geld. Andere Hersteller werden zu Fehlerbehebung, Nachbesserung und Gewährlsistung verdonnert. M$ definiert die Welt zusehends um. Was bisher galt wird umgekehrt, zugunsten von M$ und zum Nachteil seiner Kunden.

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