Nokia und Vodafone gründen Mobile Java-Initiative

Spezifikationen für eine offene, einheitliche Java-Dienste-Architektur angepeilt

Nokia und Vodafone haben die Gründung einer Initiative für eine mobile Java-Dienste-Architektur angekündigt. Ziel ist es, Spezifikationen für die auf offenen Standards basierende mobile Java-Dienst-Architektur der nächsten Generation zu definieren, um die mobilen Java-Standards auf diese Weise zu vereinfachen.

Software-Entwickler sollen die Spezifikationen nutzen, um Anwendungen zu programmieren, die von einem Java-fähigen mobilen Endgerät zu einem anderen portiert werden können. Damit erhalten Mobilfunkteilnehmer schließlich eine breite Auswahl an Java-basierten Anwendungen mit vielfältigen Funktionen.

Die Aktivitäten der Initiative und die Definition der Spezifikationen findet im Rahmen des Java Community Process statt. Erste Java Specification Requests (JSRs) dieser Initiative wurden bereits in diesem Monat durch das J2ME Executive Committee genehmigt. Diese JSRs (248 und 249) werden zwar keine neuen API-Spezifikationen einführen, dafür enthalten sie eine Anzahl neuer Komponenten-JSRs. Dies soll die Basis für die Kompatibilität von Applikationen auf Endgeräten unterschiedlicher Hersteller schaffen.

Weiteres Ziel der Initiative ist es, die Lizenzbedingungen in Zusammenarbeit mit Sun Microsystems zu überarbeiten. Sun selbst will die Technology Compatibility Kits (TCKs) für JSR 248 und 249 erstellen und lizensieren.

Der Initiative angeschlossen haben sich bislang Orange, Siemens, Sony Ericsson, Sun Microsystems und T-Mobile International. Die Zielsetzungen und Zuständigkeiten der Initiative werden mit Organisationen wie der OSGi Alliance, der Open Mobile Alliance (OMA), der Open Mobile Terminal Platform (OMTP) und dem World Wide Web Consortium (W3C) abgestimmt. Die Teilnehmer der Initiative haben sich dazu verpflichtet, die Plattform zu implementieren, erste Referenz-Implementierungen werden für 2006 erwartet.

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