„Systems Management ist mehr als das Sammeln von Daten“

ZDNet sprach mit Sven Kniest, Pre-Sales & Technical Manager Central Europe beim Experten für Systems Management NetIQ, über das Verhältnis zu Microsoft und den Open Source-Mächten Suse und Red Hat sowie die aktuellen Anforderungen an Analyse-Tools.

ZDNet: Ihr Unternehmen kämpft an vielen Fronten: Systems Management, Security Management, Windows Administration, Web Analytics. Wie würden Sie Ihr Geschäftsmodell zusammenfassen?

Kniest: Zunächst muss man zwei Bereiche klar trennen: Das ist zum ersten der Bereich Web Analytics, der auch organisatorisch lösgelößt von den anderen Bereichen zu sehen ist. Diese anderen Bereiche sind stark miteiunander verbunden, gerade wenn es um Systems- und Security-Management geht. In meinen Augen wird das Systems- und Security-Management in naher Zukunft sogar noch stärker zusammenwachsen. Für Unternehmen war es bisher schon wichtig Verfügbarkeit und Performance messen zu können, jetzt wird es zunehmend wichtig, auch die Security einer Infrastruktur messen zu können. Momentan machen wir beides noch getrennt, aber aus Kundensicht ist eine Zusammenlegung sicherlich wünschenswert.

ZDNet: Wie halten Sie es mit der Ressourcenaufteilung? Anders gefragt: Welche Bereiche sind für Sie die Wichtigsten?

Kniest: Von der Historie her war NetIQ immer sehr Systems Management-lastig. Wir haben es aber geschafft, den Bereich Security so auszubauen, dass sich heute beide Felder etwa die Waage halten.

ZDNet: Für Ihr Fiskaljahr 2004 hat NetIQ einen Umsatz von 261.6 Millionen Dollar angegeben, verglichen mit 310.2Millionen Dollar im Vorjahr. Die Differenz erklären Sie aus um 55 Millionen zurück gegangene Zahlungen von Microsoft. Was hat das mit diesen ausbleibenden Microsoft-Umsätzen auf sich?

Knies: Im Jahr 2000 hatten wir – und das war ein Meilenstein in unserer Geschichte – den Operations Manager an Microsoft verkauft. Dieser Lizenzvertrag lief über 250 Millionen Dollar. Leider war er terminiert und ist nun ausgelaufen. Das ist alles. Unsere Geschäftsführung hat sich bemüht, mit diesen Einnahmen neue Geschäftsfelder zu erschließen, um nun die Ausfälle auffangen zu können.

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