Oracle-Prozess: Richter will vertrauliche Akten offenlegen

Dokumente waren bislang aus Wettbewerbsgründen unter Verschluss

In der letzten Anhörung im Prozess um die Übernahme von Peoplesoft durch Oracle hat Richter Vaughn Walker angekündigt, zur Urteilsfindung als vertraulich eingestufte Dokumente offenzulegen. Ein endgültiges Urteil wird innerhalb der nächsten Wochen erwartet.

Das US-Justizministerium lehnt den Deal aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ab. Nach Ansicht der Behörde würden nach einer Übernahme von Peoplesoft in bestimmten Segmenten dann nur noch Oracle und SAP agieren. Dies führe insbesondere für Großkunden zu Preiserhöhungen.

Vertreter zahlreicher Unternehmen haben in dem Prozess ausgesagt und teilweise vertrauliche Dokumente als Beweismittel eingereicht. Darin geht es unter anderem um Businesspläne sowie sensible Preis- und Rabattinformationen. Bislang waren diese Dokumente aus Wettbewerbsgründen unter Verschluss.

Richter Walker will jetzt einige davon zur Urteilsfindung nutzen und diese nun öffentlich machen. In einem der Beweismittel geht es um Rabattaktionen von Oracle. Neben den Preisinformationen sind darin auch abgeschlossene Verträge aufgelistet. Das Unternehmen hat gegen eine Veröffentlichung bislang Einspruch erhoben.

Themenseiten: Business, Oracle, PeopleSoft

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