Motorola vor Millionen-Steuernachzahlung

US-Finanzamt fordert Korrekturen wegen konzerninterner Verrechnungspreise

Der US-Mobilfunkausrüster Motorola steht vor einer Steuernachzahlung in Höhe von rund 500 Millionen Dollar. Das US-Finanzamt hat nach einer Untersuchung der Steuererklärung des Konzerns mehrere Korrekturen gefordert, berichtet das Wall Street Journal. Dabei geht es vor allem um die konzerninternen Verrechnungspreise in den Jahren 1996 bis 2000.

Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC will Motorola das Untersuchungsergebnis anfechten. Sollte sich die Behörde durchsetzen, könnte Motorola gezwungen sein, bis zu 1,4 Milliarden Dollar an zusätzlichen Einnahmen auszuweisen. Laut Motorola könnte das Finanzamt ähnliche Ansprüche für die Geschäftsjahre nach dem Jahr 2000 stellen.

Ende Juli dieses Jahres hatte Motorola für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzzuwachs von 41 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Gleichzeitig musste der Konzern aber einen Quartalsverlust von 119 Millionen Dollar hinnehmen. Das Minus führte Motorola vorrangig auf eine Sonderzahlung in Höhe von 898 Millionen Dollar im Zusammenhang mit dem Börsengang der Halbleitertochter Freescale Semiconductor zurück.

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