Forrester: Online-Frauen sind anders

Weibliche Surfer sind vorrangig an Spielen, breiter Medien-Nutzung und preiswertem Internet-Shopping interessiert

Frauen, die oft im Internet unterwegs sind, verhalten sich anders als Männer. Die weiblichen Surfer spielen häufiger Online-Games, schauen weniger fern als ihre männlichen Gegenstücke und nutzen mehr unterschiedliche Medien, um sich zu informieren. Das stellt Charlene Li, Analystin des Beratungs- und Marktforschungs-unternehmens Forrester Research, in einer aktuellen Marktbetrachtung fest. Wenn es gar darum geht, das Internet für Einkäufe zu nutzen, haben zwar innerhalb der vergangenen drei Monate etwa genauso viele Männer wie Frauen online Bestellungen aufgegeben, die Männer aber dabei im Durchschnitt 19 Prozent höhere Beträge aufgewendet.

Im Gegensatz zu den Internet-Gegnern zeigen sich Online-Nutzer mehr geneigt, neue Produkte auszuprobieren und auf Kredit zu kaufen. Allerdings fühlen sich sich häufiger gestört durch Reklame und Werbung.

Gleichgültig, ob berufstätig oder Hausfrau, Online-Frauen achten bei Käufen über das Internet stärker auf den Preis als Männer – und nutzen häufiger Rabatte und Coupons. Hingegen sind Online-Männer eher bereit, einen höheren Preis für ein Produkt zu zahlen, wenn sie damit Zeit und Herumlauferei einsparen. Außerdem sind sie, wie Li berichtet, stärker an Markenprodukten und deren Image interessiert, während Frauen meistens das Preis/Leistungsverhältnis höher bewerten als Marke oder Image.

Li räumt auch mit einem verbreiteten Vorurteil auf: die meisten Nutzer von Online-Games sind nicht etwa – wie häufig vermutet – gelangweilte männliche Teenager, sondern ablenkungsbedürftige Berufs- und Hausfrauen. Dagegen besuchen Online-Männer häufiger Web-Sites von Tageszeitungen, Magazinen und Nachrichtenagenturen. Außerdem informieren sie sich – kaum unerwartet – öfters als Frauen über Aktienkurse und Sportergebnisse.

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1 Kommentar zu Forrester: Online-Frauen sind anders

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  • Am 16. August 2004 um 18:25 von hsmf

    Na dann auf zum Schnecken-checken
    –Zitat–
    Li räumt auch mit einem verbreiteten Vorurteil auf: die meisten Nutzer von Online-Games sind nicht etwa – wie häufig vermutet – gelangweilte männliche Teenager, sondern ablenkungsbedürftige Berufs- und Hausfrauen
    –Zitat–

    Welche Spiele sind hier denn mit Online-Games gemeint? Internet-Hearts von MS?? Bei anderen Online-Spielen (wie bspw. CS, D2, Q3, UT, etc. ) ist die Zahl der weiblichen Fans wohl doch eher sehr gering.

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