Substrate und dudelnde Roboter: So entstehen DVD-Rohlinge

Wie werden DVD-Rohlinge hergestellt? Wie schwierig ist die Umstellung auf Technologien wie +/-R, Dual-Layer und Blu-ray? Solche Fragen hat ein Besuch in der Fabrik von TDK beantwortet.


Die meisten IT-Produkte, vom Notebook bis zum Drucker, kommen aus Fernost und werden bestenfalls in Europa zusammengesetzt. Doch die Fabriken, in denen CD- und DVD-Rohlinge für hiesige Märkte gefertigt werden, stehen in Europa. TDK zum Beispiel produziert seine DVD-Rohlinge seit Februar 2004 in Bascharage, Luxemburg.

Die Wege sind kurz, man kann schnell reagieren, wenn plötzlich die 50er-Spindel DVD-R in Österreich populär wird, oder wenn eine spanische Elektromarkt-Kette DVD+RW im Jewelcase-Zehnerpack in hohen Stückzahlen bestellt. Die Verpackungen müssen ohnehin vor Ort produziert werden: Die japanischen Boxen sind zu bunt, und schließlich müssen auch die Texte und Aufdrucke korrekt sein, bis zum Grünen Punkt auf der Folie.

Keine neue Fabrik

TDKs Fabrik in Luxemburg ist nicht neu: Im Mai 1991 begann TDK mit der Produktion von Audio-Bändern, die im Dezember 2003 eingestellt wurde. Auch Minidiscs werden nicht länger hergestellt, aber weiterhin Video-Bänder, CD-Rs und Travan-Speicherbänder. Inzwischen werden DVDs bereits an zehn Produktionsbändern in den Hallen gefertigt. Platz wäre genug – ein Band für die optischen Speichermedien ist deutlich kürzer als eines für analoge Bänder.

Fabrikgebäude
Die Fabrik in Bascharage hat TDK 1991 eingeweiht. Damals wurden Audiokassetten hergestellt. (Bild: TDK)

Kauf-DVDs mit Filmen oder Playstation-Spielen stellt TDK zwar her, aber nicht in Luxemburg. Die Produktion ist auf beschreibbare Medien beschränkt und deckt diesen Bereich vollständig ab. Vom Jewelcase über die Videobox bis zur Spindel reichen die Verpackungen, und das +R-Format ist ebenso präsent wie das -R-Format. Der Unterschied zwischen den vor einem Jahr noch heftig diskutierten Formaten ist für den Hersteller so gering, dass sie sich auf der gleichen Produktionslinie fertigen lassen. Benötigt werden unterschiedliche Schablonen, die der Laser des DVD-Laufwerks am Ende abtastet, und unterschiedliche Farbstoffe, die dem transparenten Substrat des Rohlings beigemischt werden.

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