RFID: Auch Hacker kommen auf den Geschmack

"Es ist ein großes Risiko für Unternehmen"

Die unter Datenschützern umstrittene RFID-Technologie gerät Experten zufolge zunehmend ins Visier von Hackern. Damit ergeben sich für Unternehmen völlig neue Bedrohungsszenarien. Ein Beispiel: Künftig könnten Ladenpreise einfach im Vorbeigehen manipuliert werden.

„Es ist ein großes Risiko für Unternehmen“, so Lukas Grunwald, Berater bei der DN-Systems Enterprise Solutions GmbH. „Es eröffnet eine neue Ära für Ladendiebstahl und Chaos-Attacken. Die sinkenden Preise von RFID-Equipment sorgen für eine immer weitere Verbreitung. Im Zusammenspiel mit einem Handheld könnte so ein teueres Produkt quasi im Vorbeigehen günstiger gemacht werden.

Grunwald selbst war an der Entwicklung einer Software beteiligt, die das Umprogrammieren von RFID-Tags ermöglicht. Zwar räumte er das Mißbrauchspotential der Software ein, verwies aber gleichzeitig darauf, dass Verbraucher damit ihre Privatsphäre besser schützen könnten.

„Wenn man den Laden verlässt, sollte jeder das Recht haben, die RFID-Infos zu löschen“, so Grunwald. So könnte an anderen Orten nicht mehr mitverfolgt werden, welche Einkäufe getätigt wurden.

Die Sicherheitsprobleme beim Einsatz in Unternehmen zu lösen dürfte hingegen deutlich schwieriger sein. Zwar könnte der Einsatz von Verschlüsselungstechnologie einen Ausweg darstellen, mit den meisten RFID-Chips ist dies jedoch nicht umzusetzen. Die Kosten dafür seien Grunwald zufolge viel zu hoch.

Auch der Einsatz einer Datenbank, in der die nicht abänderbaren Seriennummern samt anderer Daten gespeichert sind und gegebenenfalls mit dem RFID-Chip verglichen werden können, ist nicht die Lösung des Problems. Denn auch dieser Ansatz wäre aufgrund des erheblichen Zusatzaufwandes zu teuer.

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1 Kommentar zu RFID: Auch Hacker kommen auf den Geschmack

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  • Am 30. Juli 2004 um 16:07 von E.T. Hoffmann

    Hallo Datenschutz??
    "Auch der Einsatz einer Datenbank, in der die nicht abänderbaren Seriennummern <b>samt anderer Daten</b> gespeichert sind und gegebenenfalls mit dem RFID-Chip verglichen werden können, ist nicht die Lösung des Problems. Denn auch dieser Ansatz wäre aufgrund des erheblichen Zusatzaufwandes <b>zu teuer."</b>

    Hallo Datenschutz??

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