Handyabsatz 2004 soll auf 610 Millionen steigen

Nokia kann nach Preisabschlägen Marktanteile stabilisieren

Dank einem starken Absatzplus im vierten Quartal 2004 sollen in diesem Jahr weltweit rund 610 Millionen Handys abgesetzt werden und damit 17,3 Prozent mehr als noch im Vorjahr (2003: 520 Millionen Geräte). Das berichtet das Branchenportal „Digitimes“ unter Berufung auf den Gartner-Analysten Ben Wood. Marktführer Nokia konnte demnach nach den Preisreduzierungen der vergangenen Monate nach 28,9 Prozent im ersten Quartal seinen Marktanteil im abgelaufenen zweiten Quartal wieder auf 30 Prozent ausbauen.

Siemens Mobile hat laut Wood nach der Vertriebs-Vereinbarung mit Chinas größtem Handyhersteller Ningbo Bird das Potenzial seinen Marktanteil von derzeit rund acht Prozent weiter auszubauen. Im Rahmen der Anfang Mai geschlossenen Allianz mit dem chinesischen Konkurrenten kann Siemens seine Mobilfunkgeräte in den rund 30.000 Shops von Ningbo Bird vermarkten und verkaufen. Dadurch hofft der deutsche Konzern vor allem auf eine Steigerung seiner Marktanteile von derzeit knapp fünf Prozent auf dem schnell wachsenden GSM-Markt des Riesenreiches.

Während der Handyabsatz steigt, sinken die Preise, was vor allem der Branchenriese Nokia zu spüren bekommt. Nokia rechnet im Laufe des Jahres mit Schwierigkeiten in Hinsicht auf seine Profitabilität, da durch die Ausrichtung auf billigere Produkte aufgrund des Wettbewerbsdrucks die Gewinnmargen leiden würden. Der finnische Mobilfunkausrüster hatte in dieser Woche für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 6,64 Milliarden Euro sowie ein Gewinnplus von vier Millionen Euro auf 135 Millionen Euro gemeldet. Nokia hatte im zweiten Quartal 45,4 Millionen Handys verkauft.

Sony Ericsson hatte in dieser Woche mit einem 55-prozentigen Zuwachs bei den Handy-Absatzzahlen aufwarten können. Insgesamt konnte das Unternehmen im zweiten Quartal 10,4 Millionen Geräte verkaufen. Sony Ericsson hatte außerdem sein Q2-Ergebnis mit 89 Millionen Euro ins Plus drehen und den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 34 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigern können.

Der japanische Elektronikkonzern Samsung, der heute seine Quartalszahlen veröffentlichte, konnte seine Gewinne auf 3,13 Billionen Won (2,17 Milliarden Euro) fast verdreifachen. Der Umsatz legte ebenfalls deutlich um 52 Prozent auf 14,98 Billionen Won (10,4 Milliarden Euro) zu. Die Handysparte konnte mit einem Umsatzplus von 65 Prozent auf 4,61 Billionen Won (3,2 Milliarden Euro) aufwarten. Aufgrund der großen Nachfrage vor allem aus China rechnet Samsung für das Gesamtjahr mit 86 Millionen verkauften Geräten (plus 51 Prozent). Im zweiten Quartal hatte der Konzern 23 Millionen Handys absetzen können.

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