Microsoft von Japans Wettbewerbsbehörde verwarnt

Einschränkende Klausel in Verträgen mit PC-Herstellern bereits gestrichen

Softwaregigant Microsoft wird von der japanischen Wettbewerbsbehörde FTC eine Verwarnung wegen Verstoßes gegen das Anti-Monopolisierungsgesetz des Landes erhalten. Eine Verwarnung ist die höchste Strafe, die die Behörde in diesem Fall aussprechen kann. Geld- oder gar Gefängnisstrafen sind in Japan nur bei Preisabsprachen oder ähnlichen Formen von heimlichen Verständigungen erlaubt, berichtet das Wall Street Journal heute, Freitag. Weitere Details sollen nach Überstellung der Warnung am kommenden Dienstag veröffentlicht werden.

Bereits im Februar hatte die FTC die Büros von Microsoft in Japan durchsucht, weil sie unfaire Geschäftspraktiken vermutete. Beanstandet wurde unter anderem eine mittlerweile bereits gestrichene Klausel in den Verträgen mit zehn PC-Herstellern, die das Microsoft-Betriebssystem Windows in ihren PCs vorinstalliert und dadurch das Wettbewerbsrecht verletzt haben sollen.

Microsoft sieht sich nach der Rekordstrafe durch die EU von knapp 500 Mio. Dollar auch in Südkorea Untersuchungen wegen unlauteren Wettbewerbs ausgesetzt. Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde vermutet eine Verletzung der Wettbewerbsregeln durch die feste Einbindung des Instant Messenger Services in die Windows-XP-Plattform.

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