Sollten besuchte Links besonders markiert werden?

ZDNet klärt die Frage der sinnvollen Kennzeichnung von Verlinkungen im Content und erklärt, warum es zweckvoll ist Links mit verschiedenen Effekten hervorzuheben.

Der HTML-Standard unterscheidet drei separate Zustände von Hyperlinks: normal, active und visited. Browser weisen jedem dieser Zustände normalerweise unterschiedliche Farben zu. Man kann diese Standardeinstellungen aber für jede Webseite auch mithilfe entsprechender Attribute (link, alink und vlink) des <body>-Tags außer Kraft setzen. Noch größere Kontrolle über die Darstellung von Links erzielt man, indem man mithilfe von CSS-Pseudoklassen Selektoren erstellt, mit denen Web-Designer die Darstellung dieser drei Hyperlink-Zustände sowie des hover-Status’ bestimmen können. Diese Pseudoklassen lauten wie folgt:

  • Link ist der normale, nicht angeklickte Zustand eines Hyperlinks.
  • Active ist ein Hyperlink, der angeklickt wurde und dessen Inhalt gerade vom Browser abgerufen wird.
  • Visited ist ein Link zu einer Seite, die kürzlich besucht wurde.
  • Hover ist der Hyperlink, über dem sich der Mauszeiger gerade befindet.

Die eindeutige Markierung der unterschiedlichen Zustände von Hyperlinks dient nicht nur dazu, die Hyperlinks vom umgebenden Text einer Webseite abzuheben, vielmehr liefert sie den Besuchern ein optisches Feedback über den Status jedes Links. Ein Link ändert seine Farbe beim Anklicken und zeigt so, dass der Browser dabei ist, die entsprechende Seite zu laden. Links zu bereits besuchten Seiten werden in einer anderen Farbe angezeigt, so dass der Besucher weiß, welche Seiten er schon gesehen hat. Und ein CSS-Style für die hover-Pseudoklasse sorgt für den beliebten Mouseover-Effekt, der einen Hyperlink hervorhebt, wenn der Mauszeiger darüber fährt.

Markieren besuchter Links – eine Frage der Usability

Web-Designer, die sich nicht auf die Standardeinstellungen des Browsers verlassen wollen, erstellen üblicherweise CSS-Styles für die Zustände link und hover der Hyperlinks auf ihren Websites, aber nur selten auch für die beiden anderen Zustände active und visited. Ein häufiger Ansatz für die Markierung von Hyperlinks besteht darin, den visited-Zustand genau so anzuzeigen wie den link-Zustand und den active-Zustand entweder vollständig zu ignorieren oder ihn genau so zu gestalten wie den hover-Status. Dieser Ansatz vereinfacht das Seitenlayout (und das Style Sheet) durch Reduzierung der Anzahl der Textfarben, doch werden möglicherweise wichtige Unterscheidungen zwischen den einzelnen Link-Zuständen dadurch verwischt.

Usability-Guru Jakob Nielsen ermahnt die Leser seiner Alertbox-Kolumne, immer eine eindeutige Farbe und Unterstreichung zu verwenden, um Links vom umgebenden Text zu unterscheiden, und stets eine andere Farbe für besuchte Links zu benutzen. Sein Argument ist, dass eine unterscheidbare Markierung besuchter Links wichtig für den zeitlichen Kontext beim Surfen ist, damit Besucher genau wissen, welche Seiten sie schon besucht haben und welche noch nicht. Ohne eine separate Farbe für besuchte Links werden die Besucher einer Website verwirrt und neigen dazu, sich im Kreis zu bewegen und bereits besuchte Seiten erneut aufzurufen. Nielsens Untersuchungen zeigen, dass 74 Prozent aller Websites unterschiedliche Farben für besuchte Links verwenden, weshalb die Besucher sich an diese Konvention gewöhnt haben und sich auf sie verlassen.

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