USA und China legen Chipsteuer-Streit bei

Ab April 2005 keine Rabatte mehr für chinesische Hersteller

Die USA und China haben ihren Rechtsstreit um die Besteuerungspolitik für nach China exportierte Halbleiterprodukte beigelegt. Offizielle Vertreter der chinesischen Regierung versprachen, ab 1. April kommenden Jahres die Nachlässe, die sie inländischen Chipherstellern derzeit gewähren, fallen zu lassen. Die für aus dem Ausland importierte Halbleiterprodukte anfallenden Steuern in Höhe von 17 Prozent sollen aber weiter gelten, nun aber auch in vollem Umfang für chinesische Hersteller, berichtet das „Wall Street Journal“ heute.

Die Steuerpolitik der chinesischen Regierung hat laut WSJ in den vergangenen Jahren zu einem Bauboom von Chipfabriken im Reich der Mitte geführt. Allein seit Beginn dieses Jahres haben taiwanesische Chiphersteller, die von den Rabatten profitieren wollen, 19 Chipfabriken in China errichtet oder den Grundstein für den Bau von Produktionsstätten gelegt.

Die Investitionen im Halbleiterbereich in China sind allerdings zurückgegangen, seit die USA im März dieses Jahres vor der Welthandelsorganisation WTO gegen die Besteuerungspolitik Chinas geklagt hatten.

Nun wird erwartet, dass die internationalen Chipexporte nach China zunehmen werden. Im vergangenen Jahr hatten allein die USA bereits Halbleiterprodukte im Wert von 2,02 Milliarden Dollar nach China exportiert. Laut US-Handelsbehörde mussten die Unternehmen dafür insgesamt 344 Millionen Dollar an Steuern abführen. Der Gesamtumsatz mit Chipprodukten in China belief sich 2003 insgesamt auf eine Höhe von 19 Milliarden Dollar.

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