Kalifornische Gesetzgebung bringt Internet-Unternehmen in Zugzwang

Umgang mit persönlichen Daten muss deutlich sichtbar angezeigt werden

Ein Anfang Juli in Kraft getretenes Gesetz im US-Bundesstaat Kalifornien zum Schutz der Privatsphäre bringt insbesondere Internet-Unternehmen in Zugzwang. Denn um mit Bürgern des Staates Geschäfte zu machen, müssen diese zahlreiche Auflagen erfüllen. Experten zufolge haben einige Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Richtlinien jedoch noch Nachholbedarf.

Um mit dem „Califonia Online Privacy Protection Act“ (OPPA) nicht in Konflikt zu geraten, müssen Unternehmen auf ihrer Homepage unter anderem ihre Richtlinien beim Umgang mit persönlichen Daten deutlich sichtbar anzeigen und Kunden eine Möglichkeit bieten, die Weitergabe von Daten zu verhindern.

Das Gesetz könnte Experten zufolge weitreichende Auswirkungen insbesondere auf Internet-Unternehmen haben, da diese über Grenzen hinweg operieren. Jedes Unternehmen, das mit Bürgern des Bundesstaates Geschäfte macht, kann für die Nichteinhaltung des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden. Zahlreiche Firmen, darunter Yahoo und Ebay, haben ihre Richtlinien jedoch noch nicht überarbeitet. Nach einer 30-tägigen Frist drohen dann empfindliche Strafen.

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2 Kommentare zu Kalifornische Gesetzgebung bringt Internet-Unternehmen in Zugzwang

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  • Am 7. Juli 2004 um 15:49 von Paul

    die Weitergabe von Daten zu verhindern
    Find ich toll, vor allem das hier ein Staat so schnell und pragmatisch vorgeht. Wär in vielen Bereichen die mit der neuen Technologie zu tun haben wünschenswert. Leider wird bei schädlichen Auswüchsen zuoft gewartet und auf eine nichteintretende Selbstheilung(Versprechen der Industrie) gehofft.

  • Am 8. Juli 2004 um 11:03 von Karlauer

    frage…
    Wie sieht das dann bitte aus wenn ein Amerikaner mit einem Deutschen in Geschäftskontakt tritt dann dürfte die Lage doch genau umgekehrt sein und unsere Gesetze gelten.

    Oder liege ich da grundsätzlich falsch.

    Das ganze kann doch nur funktionieren wenn ich auf einen amerikanischen Staatsbürger zugehe und ihm ein Geschäft vorschlage auf das er sich dann einlässt.

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