Wie BEA Systems weiter wachsen will

In weniger als zehn Jahren seit Gründung des Unternehmens hat BEA Systems einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar erreicht. Wie soll es nun weitergehen? ZDNet sprach mit dem CEO Alfred Chuang.

BEA, Hersteller von Java-Software, hat während des Internet-Booms in den späten 90er Jahren ein explosionsartiges Wachstum erlebt: Der Erfolg kam durch Backend Applikationsserver-Software, auf der Web-Anwendungen laufen. Der CEO und Gründer des Unternehmens, Alfred Chuang, will dieses Wachstum weiterführen. Sein Ziel ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre aus BEA ein 3-Milliarden-Dollar-Umternehmen zu machen.

Doch die Dinge haben sich seit den rasanten Tagen des Internet-Booms geändert. BEA ist mit zunehmendem Wettbewerb von IBM, Oracle und Microsoft konfrontiert. Auch werden Open Source-Applikationsserver immer populärer. Darüber hinaus beschränken Unternehmenskunden die Anzahl der Technologiepartner, mit denen sie arbeiten. All das stellt eine Herausforderung für BEA dar: Das Unternehmen hat nicht dasselbe breite Produktportfolio oder ähnlich viele Kontakte zu Unternehmenskunden wie seine Wettbewerber.

Die Strategie von BEA war es, sein Portfolio rund um eine Suite von Serverprodukten auszuweiten und innovative Software wie sein Java-Entwicklungswerkzeug WebLogic Workshop bekannt zu machen. Mit der neuesten Vision des „Liquid Computing“ setzt BEA vor allem auf einen modernen, eher modularen Designansatz – genannt Service Orientied Architecture (SOA). Auf der Kundenkonferenz eWorld in San Francisco diskutierte CEO Chuang die Strategie und Größe seines Unternehmens.

ZDNet: Sie sagten, BEA hat die perfekte Größe für Innovation. Man könnte aber auch argumentieren, dass eine mittelgroße Company mit einem Umsatz von einer Milliarde Dollar nicht dieselben Ressourcen für Entwicklung und Marketing hat wie etwa IBM oder Microsoft.

» Innovation besteht aus zwei Teilen: der eine ist die Technologie selbst, der andere ist ihre Vermarktung. «

Chuang: Genau so gut könnte man auch sagen, wir seien schon zu groß. Wir haben heute mehr als 700 Ingenieure – als wir 1995 noch zehn Leute waren, hatte ich viel mehr Spaß. Aber man kann nicht bei 10 Leuten stehen bleiben – es geht um Wachstum.

Innovation besteht aus zwei Teilen: das eine ist die Technologie selbst, das andere ist ihre Vermarktung. Aus unserer Sicht haben wir noch die Größe, mit der man etwas Neues wie (die Initiative für mobile Technologie) Alchemy schaffen und auf den Markt bringen kann. Große Unternehmen können das nicht. Ihr Vertriebsprozess ist zu kompliziert und die Modernisierung ihrer Struktur ist zu schwierig. Ich glaube, wir haben noch die Größe, um Innovationen schaffen und vermarkten zu können.

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