Renesas schließt Chipfabrik in Deutschland

520 Mitarbeiter fallen Kostenoptimierung zum Opfer

Der japanische Chiphersteller Renesas Technology will seine deutsche Niederlassung Renesas Semiconductor Europe in Alsdorf schließen. Noch innerhalb dieses Jahres soll die Chipfabrik die Fertigung einstellen, heißt es. Die Technologie wird in Zukunft in den japanischen Werken eingesetzt. Von der Schließung sind 520 Mitarbeiter betroffen.

Die Entscheidung über das Ende der deutschen Chipfabrik ist laut Renesas erst heute in einer Vorstandssitzung gefallen. Der Betriebsrat des Werks werde umgehend informiert. Grund für die Schließung ist eine Optimierung der Geschäftsstruktur, die auf die Reduzierung der Herstellungskosten zielt.

Renesas, ein Joint Venture von Hitachi und Mitsubishi, hat im vergangenen Jahr von der Erholung der Chipbranche profitieren können. Auf dem weltweiten Chipmarkt konnte sich der Hersteller 2003 laut einer iSupply-Studie auf dem dritten Rang einordnen. Mit einem Marktanteil von 4,4 Prozent und einem Jahresumsatz von acht Milliarden Dollar musste sich Renesas nur Samsung Electronics und Branchenführer Intel geschlagen geben.

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1 Kommentar zu Renesas schließt Chipfabrik in Deutschland

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  • Am 17. Juni 2004 um 16:54 von 2gigahertz

    Offizielle Begründung ist Fadenscheinig
    Das Werk Alsdorf ist voll ausgelastet und produziert mit Gewinn.
    Einen ausländischen Standort zu kippen ist natürlich leichter als eine japanische Fabrik, Blut ist eben dicker als Wasser.
    Für den geplanten Börsengang in diesem Jahr ist ein Bauernopfer auch von Nutzen.
    Sehr schmerzlich ist die Schließung ohne jede Vorankündigung, Warnung oder Alternative. Selbst die Japaner vorort wurden überrollt.
    Man ist kaum in der Lage eine gesicherte Voraussage über 6 Monate Marktentwicklung zu machen, begrüdet die Schließung aber mit einer erwarteten Abschwächung des Marktes in 2005?!
    Die Schließung einer Halbleiterfertigungsstätte bei anziehendem Markt dürfte einmalig sein!
    Ich war dabei :-(

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