Vodafone-Abschreibung: Steinbrück weiß längst Bescheid

Bereits unmittelbar nach Eingang der Steuererklärung im Juli 2002 fanden "intensive Gespräche" statt

NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück hat offenbar schon seit zwei Jahren Kenntnis von der geplanten Teilwertabschreibung von Vodafone. Wie die „Wirtschaftswoche“ aus Kreisen des Finanzamtes Düsseldorf erfahren hat, fanden bereits unmittelbar nach Eingang der Steuererklärung im Juli 2002 „intensive Gespräche“ zwischen der Steuerabteilung der Vodafone Deutschland GmbH und Beamten des Finanzamtes statt.

Noch im Juli 2002 wurde die Oberfinanzdirektion von der Summe unterrichtet, sagte ein Mitarbeiter des Finanzamtes dem Magazin. Zugleich wurde auch die nächsthöhere Instanz, die Steuerabteilung des NRW-Finanzministeriums, von der Steuererklärung in Kenntnis gesetzt. „Ab da ab wusste es die Spitze des Ministeriums“, heißt es beim Finanzamt Düsseldorf. Steinbrück war seinerzeit Finanzminister.

Vodafone bestätigte gegenüber der Wirtschaftswoche Gespräche mit Beamten des Düsseldorfer Finanzministeriums – gleich nach Abgabe der Erklärung. Fachbeamte schließen aus, dass der zuständige Finanzstaatssekretär Harald Noack seinen damaligen Amtschef Steinbrück nicht über den Fall Vodafone unterrichtet hat.

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