Größter illegaler Musik-Server Deutschlands beschlagnahmt

IFPI: "Den Musikdieben im Internet geht es systematisch an den Kragen"

Der deutschen Musikindustrie ist der bisher größte Schlag gegen Musikpiraterie in Deutschland gelungen. Wie der deutsche Phonoverband IFPI heute mitteilte, wurde in den Morgenstunden ein Nürnberger Netzwerktechniker „in flagranti“ überführt. Der Mann hatte rund 60.000 Musiktitel, darunter auch etwa 4.000 Alben, über einen FTP-Server online angeboten.

Dies sei der größte Fall von Online-Musikpiraterie in Deutschland. Den Mann erwartet ein Strafverfahren und eine zivilrechtliche Forderung in fünfstelliger Höhe.

„Den Musikdieben im Internet geht es systematisch an den Kragen“, freute sich Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, über den Coup. Der Server unter dem Namen „Lopodata“ sei von der Hamburger Firma proMedia ermittelt worden und zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung gerade in Betrieb gewesen. Die Polizei habe insgesamt zwölf Festplatten beschlagnahmt. Der 56-jährige Netzwerktechniker habe vor Ort gestanden, heißt es in der IFPI-Aussendung.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Größter illegaler Musik-Server Deutschlands beschlagnahmt

Kommentar hinzufügen
  • Am 15. Juni 2004 um 15:14 von Marx

    Plattenindustrie (Abzockerindustrie) ist selbstschuld !
    Aus meiner Sicht ist die Plattenindustrie selbst schuld.

    Ich bin arbeitslos und würde mir heute keine CD kaufen die teurer al 10 Euro ist. Und die haben schon seltenheitswert. Ich denke, solange, die Plattenfuzzis nicht eine vernünftige Leistung für das Geld liefern (was sind schon 13 Lieder, wovon eines gerade hörbar ist. Aber die CD muss ja irgendwie voll werden).

    Ich würde auch keine CDs kaufen, wenn es das Internet nicht geben würde. In den sog. Downloadbörsen macht die Plattenindustrie es wieder verkehrt. Diese versucht auch hier wieder abzuzocken und uns überteuerte Songs in einer Qulität die nicht einmal an eine original CD herankommt anzudrehen und dann auch noch mit Kopier- bzw Brennschutz.

    Hier mal ein Rechenbeispiel. 1 Song kostet min. 1 Euro + 0,15 Eurofür runterladen= mindesten 1,15 Euro (gibt auch teurere Anbieter oder Menschen mit Modem, Volumentarif oder ISDN. Also ehrlich, verarschen kann ich mich allein ! Ich wünsche den Tauschbörsen weiterhin viel Erfolg !

    • Am 15. Juni 2004 um 15:35 von der weiße Pelè

      AW: Plattenindustrie (Abzockerindustrie) ist selbstschuld !
      aber wer sich einen Server mit über 60.000 Titeln daheim hinstellt ist auch selber schuld – ansonsten muss ich Dir Recht geben!

    • Am 16. Juni 2004 um 15:20 von Hype

      AW: Plattenindustrie (Abzockerindustrie) ist selbstschuld !
      Die Kriminalisierung von filesharern ist ein erster Angriff auf die Informationsfreiheit. Die Haltung des CCC (http://www.ccc.de/campaigns/boycott-musicindustry) kann ich voll unterschreiben!

  • Am 15. Juni 2004 um 19:43 von Konzernsklave

    schade
    ich bedauere die ergreifung dieses mannes.jeder sollte seine musik ins netz stellen können ohne im namen des profits
    eine strafe erwarten zu müssen.

    • Am 16. Juni 2004 um 13:40 von Subhuman

      AW: schade
      Was für ein Depp bist du denn? Hast du schon einmal gearbeitet und dafür kein Geld bekommen, weil sich jemand deine Leistung so unter den Nagel gezogen hat?

    • Am 17. Juni 2004 um 13:36 von Jac

      AW: schade
      Du hast schon recht …

      Jeder sollte das Recht haben SEINE Musik ins Netz stellen zu dürfen – und das Recht hat auch jeder !!!

      NUR – er hat nicht SEINE Musik ins Netz gestellt sondern die ANDERER MUSIKER !!!

      Ansonsten kann ich Subhuman nur zustimmen !!!

  • Am 16. Juni 2004 um 9:04 von Sybille Neuß

    Grammatik
    Es heißt "Größter illegaler Musik…"

  • Am 18. Juni 2004 um 23:30 von Werner Brenner

    Illegaler Musik-Server
    Ich finde es traurig u. beschämend, daß sich deutsche Gerichte zum Büttel dieser Abzocker machen lassen. Sie wollen immer Schadenersatz. Wer ist denn geschädigt? Auch ich kann sagen, daß ich keine einzige CD mehr im Laden kaufen würde (max. 5,- Euro o.k.), wenn das Filesharen unmöglich wäre. Im Gegenteil habe ich aber eine Unmenge ausgegeben für CD-Rohlinge, Computer, Brenner usw. usw. Ich verteile mein Geld nur anders. Kriegen ja aber oft die gleichen Firmen wie z.B. Sony, die Musik vertreiben aber auch die Rohlinge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *