US-Justiz gegen Oracle: Erste Zeugen präsentieren ihre Marktdefinition

Richter über Geheimniskrämerei verärgert

Nach den ersten vier Prozesstagen ringen das US-Justizministerium und Oracle weiterhin um die alles entscheidende Frage nach der Definition des Marktes. Das Ministerium stützt seine ablehnende Haltung auf die Annahme, dass nach einer Übernahme von Peoplesoft mit Oracle und SAP nur noch zwei Player auf dem Markt für Unternehmenssoftware agieren würden.

Diese Woche riefen die beiden Parteien nun einige ihrer Zeugen auf, um ihre Sicht der Dinge zu untermauern. Kerry Keating von Bearing Point, Zeuge auf der Liste des Justizministeriums, hat ausgesagt, dass die meisten Unternehmenskunden zu Peoplesoft, Oracle oder SAP tendieren würden. Lawson Softare sei abgeschlagen auf dem vierten Platz. Auch Repräsentanten von Peoplesoft-Kunde Verizon und IBM sagten aus, dass es nicht genug Wettbewerb gebe, um eine Übernahme von Peoplesoft zuzulassen.

Oracle hingegen zitierte aus einer Wettbewerbsanalyse von Peoplesoft, dass sowohl Lawson Software als auch American Management Systems wichtige Player auf diesem Markt sind. Unterdessen war Richter Vaughn Walker wenig begeistert über die Tatsache, dass einige Zeugen Teile ihrer Aussagen weggelassen haben, da diese Informationen „sehr geheim“ seien. Der Richter hat bereits angekündigt, in diesen Fragen künftig eine strengere Haltung einzunehmen.

Themenseiten: Business, Oracle, PeopleSoft

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