Adware-Entwickler will expandieren

Zahlreiche juristische Probleme jedoch noch ungeklärt

Adware-Entwickler Whenu hat die Investmentbank „Perseus Group“ damit beauftragt, für das Unternehmen strategische Partnerschaften und Investitionsmöglichkeiten zu eruieren. Whenu wollte zwar keine konkreten Pläne bekannt geben, CEO Avi Naider gab jedoch an, der Schritt ziele darauf ab, vom zunehmenden Interesse an Werbung auf dem Desktop zu profitieren.

Whenu entwickelt Software, die gekoppelt mit populären kostenlosen Downloads das Surfverhalten von Nutzern überwacht und die jeweiligen Anwender gezielt mit Werbung „versorgt“.

„Es gibt einige strategische Optionen, die wir derzeit prüfen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln“, so Naider. Einem Finanzexperten zufolge, der nach eigenen Angaben mit den Plänen von Whenu vertraut ist, will die Investmentbank rund 50 Millionen Dollar aufbringen, um die Gründer auszuzahlen und dem Unternehmen frisches Kapital zur Verfügung zu stellen. 30 Millionen seien für den Buyout veranschlagt, die restlichen 20 Millionen sollen direkt in das Unternehmen investiert werden.

Die jetzt angekündigten Schritte lassen nicht vermuten, dass Whenu derzeit mit ernsten juristischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Einige Content-Provider haben das Unternehmen verklagt, da Whenu Anzeigen verkaufe, die über ihren Websites erscheinen und teilweise Konkurrenzprodukte bewerben. Dies verstoße gegen Urheber- und Markenrechte.

Trotz der rechtlichen Probleme erleben Adware-Entwickler derzeit einen Boom. Whenu-Konkurrent Claria, früher als Gator bekannt, hat 2003 bei Umsätzen von 90 Millionen Dollar einen Gewinn von 35 Millionen Dollar erzielt. Analysten zufolge sind Whenu und Claris bestens gerüstet, um von dem aufstrebenden Markt für Adware zu profitieren.

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