Anti-Gmail-Gesetzesvorlage abgeschwächt

Scannen von E-Mail-Inhalten jetzt explizit erlaubt

Gesetzgeber in Kalifornien haben eine Gesetzesvorlage, die den grundlegenden Funktionsweisen von Googles E-Mail-Service Gmail an den Kragen geht, überarbeitet. Nach der neuen Vorlage ist das Scannen von E-Mail-Texten jetzt sogar explizit erlaubt.

Senatorin Liz Figueroa hat gestern die abschließenden Überarbeitungen vorgenommen, um noch diese Woche darüber abstimmen zu lassen. Die Gesetzesvorlage wurde vor gut einem Monat formuliert, nachdem Google seinen neuen ein-GByte-Freemailer Anfang April vorgestellt hatte.

Das Business-Modell von Google sieht vor, Texte von E-Mails zu scannen und kontextabhängig passende Anzeigen zu platzieren. Manche Politiker werteten dies als Eingriff in die Privatsphäre und forderten juristische Gegenmaßnahmen.

Von diesen ist jedoch zwischenzeitlich nicht mehr viel übrig. Dem CNET/ZDNet vorliegenden Dokument zufolge wird das Scannen von E-Mail- oder IM-Nachrichten sogar explizit erlaubt, die Verwendung der aus diesem Vorgang gewonnenen Daten aber stark eingeschränkt. Diese dürfen beispielsweise Dritten nicht zugänglich gemacht hätten.

Auch vom ursprünglichen Vorschlag, dass Anwender, die E-Mails an Gmail-Kunden versenden, von den Praktiken des Dienstes vorher in Kenntnis gesetzt werden müssen, ist nichts mehr zu sehen. Dies hätte in der Praxis nicht realisiert werden können und hätte dazu geführt, dass Gmail nicht in der geplanten Form hätte angeboten werden können.

ZDNet ist bereits der Frage nachgegangen, ob es sich bei Gmail um einen E-Mail-Spion oder ein tolles Online-Archiv handelt.

Themenseiten: Business, Google, Telekommunikation

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