Online-Games brauchen chinesischen Segen

Hersteller müssen bis 1. September um Genehmigung einreichen

Online- und Mobile Games müssen in China spätestens ab dem 1. September eine staatliche Genehmigung aufweisen. Nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinua müssen die Spiele dem Kulturministerium zur Approbation vorgelegt werden. Spiele, die nicht vorgelegt werden, gelten als unauthorisiert, ihre Verkäufer werden bestraft, heißt es in dem Bericht.

Über die Höhe der geplanten Strafen wurde nichts bekannt. Nach Schätzungen sind mehr als 80 Prozent aller in China vertriebenen Online-Games importiert. Einige von diesen hätten aber gewalttätigen oder sexuellen Inhalt oder seien eine Bedrohung für die nationale Sicherheit, schreibt Xinhua. Mit der Verpflichtung zur staatlichen Genehmigung will die Regierung vor allem Kinder vor „ungesunden Online-Games“ schützen, zitiert Xinhua Tuo Zuhaiu, einen Sprecher des Kulturministeriums. Die Spiele erhalten nach der staatlichen Genehmigung einen Approbations-Code und dürfen anschließend daran weder im Titel noch im Inhalt geändert werden.

China hat in der jüngsten Vergangenheit auch im Internet die Zügel angezogen und eine Reihe von Razzien in Internet-Cafes durchgeführt. Derartige Einrichtungen müssen von ihren Besuchern Ausweise verlangen. Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Zutritt überhaupt verboten. Internet-Cafes, die auf die Ausweisleistung verzichten, riskieren beim ersten Mal Strafzahlungen und in letzter Konsequenz die Zulassung ihrer Lizenz.

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