Spielzeugkonzern verklagt Amazon

Toys R Us sieht seine Exklusivrechte verletzt

Der weltgrößte Online-Händler Amazon ist mit einer Klage der Spielwaren-Kette Toys „R“ Us bzw. deren Online-Einheit Toysrus.com konfrontiert. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ fühlt sich Toys R Us als exklusiver Spiele-Lieferant von Amazon ausgebootet. Amazon verstoße gegen einen Vertrag, der Toysrus.com das alleinige Recht zusichere, auf Amazon Spielwaren anzubieten, berichtet das Wall Street Journal.

Toysrus.com und Amazon sind langjährige Partner, im Jahr 2000 wurde ein auf zehn Jahre laufender Vertrag abgeschlossen. Toysrus.com hat nach eigenen Angaben insgesamt 200 Millionen Dollar dafür gezahlt, exklusiv auf Amazon Spielwaren anbieten zu können.

Gegen diese Vereinbarung hätte Amazon seit vorigem Jahr verstoßen. Im März dieses Jahres seien bei dem Online-Händler bereits 4.000 Nicht-Amazon-Produkte in Kategorien angeboten worden, die eigentlich für Toysrus.com reserviert seien, heißt es in der bei einem Gericht in New Jersey eingebrachten Klage. In einigen Fällen würden Kunden, die dezidiert nach Toys „R“ Us-Produkten suchen, zu Produkten der Konkurrenz geführt werden.

Eine Amazon-Sprecherin wies die Anschuldigungen zurück. Laut Amazon-Interpretation kann der Online-Händler sehr wohl auch andere Anbieter von Spielsachen, Spielen und Babyprodukten haben, um „Produkte anzubieten, die Toys „R“ Us nicht hat“, zitiert das Wall Street Journal Pressesprecherin Patty Smith. Amazon sah sich bereits im Vorjahr mit einer Klage konfrontiert. Damals hatte das texanische Softwareunternehmen Pinpoint die Urheberrechte für eine Software für Kaufempfehlungen, die unter anderem auch bei Toysrus.com zum Einsatz kommt, für sich reklamiert.

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