Mode und Accessoires boomen im Internet

Elf Prozent der Briten kaufen Kleidung online

Internet-Shopping boomt, aber neben gängigen Produkten wie Büchern und DVDs, bei denen die Exemplare identisch sind und es daher keiner speziellen Probe bedarf, werden auch Gegenstände interessanter, die die Kunden normalerweise vorher sehen und anprobieren wollen, beispielsweise Kleidung. Studien kommen zu dem Schluss, dass sich das Einkaufsverhalten ändert. Die Konsumenten gehen teilweise noch ins Geschäft, um beispielsweise den Dolce & Gabbana – Anzug anzuprobieren, aber den Kauf tätigen sie dann im Internet, wo sie bis zu fünfzig Prozent einsparen.

Einige unabhängige Quellen bestätigen, dass der gesamte Sektor mit dem Internet Shopping wächst. Laut Ledbury Research würden fünf Prozent der Menschen Kleidung und Mode online kaufen, im Vergleich mit 23 Prozent, die Schmuck und 58 Prozent, die Wein online kaufen würden. IMRG hat herausgefunden, dass der Verkauf von Modegegenständen um 475 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Forrester hat einen Vergleich zwischen Kleiderkäufen per Katalog und online aufgestellt: Das Geschäft per Katalog ging zwischen dem dritten Quartal 2002 und dem dritten Quartal 2003 um 15 Prozent zurück, während das Online-Geschäft während der gleichen Periode verdoppelt werden konnte. Forrester sagt voraus, dass Kleidung 2004 in Großbritannien mit 4 Milliarden Pfund Umsatz zu Buche schlagen wird, was zehn Prozent des gesamten Netzumsatzes ausmacht. Bis 2009 sollen es 20 Milliarden Pfund sein.

Kelkoo ist eine britische Preisvergleichs-Website, die als Barometer für die Entwicklung bestimmter Sparten dient. Zwischen 2002 und 2003 hat nur der Produktbereich Sport mit einem Wachstum von 438 Prozent den Bereich Mode mit einem Wachstum von 345 Prozent überholen können. Ein anderer erfolgreicher Player im Internet-Bekleidungsmarkt ist Yoox.com, der in 15 europäischen Ländern Niederlassungen hat und gerade auch eine in den USA eröffnet hat. Weltweit hat Yoox 1,6 Millionen Besucher und 2001 5 Millionen Pfund, 2002 12 Millionen Pfund und 2003 22 Millionen Pfund erwirtschaftet, für 2006 wird ein Umsatz von 36 Millionen Pfund erwartet.

Eine Analystin von Forrester Research gab an, nur elf Prozent der Konsumenten würden online Gewand kaufen, im Vorjahr waren es noch acht Prozent. Dieses Zahlen bieten noch ein enormes Wachstumspotenzial, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass 63 Prozent der britischen Konsumenten online shoppen. Mit elf Prozent Online-Kunden gibt es laut Forrester noch genügend Raum für eine Führungsrolle und es wird sich zeigen ob das Angebot eines speziellen Preises, Services oder anderer Extras das Rennen um die Kunden machen.

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