Liberate beantragt Konkursverfahren

Hersteller von Set-Top-Box-Software will sich sanieren

Liberate, Hersteller von Software für Set-Top-Boxen hat bei einem US-Bezirksgericht ein Konkursverfahren nach „Chapter 11“ beantragt. Das Unternehmen kann so die Kontrolle über seine Geschäfte behalten, sich aber aufgrund des Gläubigerschutzes sanieren.

„Das Management-Team arbeitet bereits seit einem Jahr an einem Turnaround-Plan. Aber wir haben immer noch hohe Schulden und Verbindlichkeiten. Diese wollen wir durch das Verfahren verringern“, so Liberate-CFO Greg Wood. Das Unternehmen hat beispielsweise durch einen Leasingvertrag über ein Gebäude in San Carlos noch langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 46 Millionen Dollar. Der Vertrag läuft bis 2010. Im Rahmen des amerikanischen Insolvenzrechts muss das Unternehmen die Leasingrate nur noch für zwölf Monate bezahlen.

Die Ursprünge von Liberate gegen auf die neunziger Jahre zurück. Oracle-Boss Larry Ellison verfolgte damals die Idee eines „Internet-Computers“, der wesentliche Ressourcen aus Netzwerken, am besten aber von leistungsfähigen Oracle-Datenbanken beziehen sollte.

Das unter dem Namen NCI gegründete Unternehmen wurde später in Liberate und NIC aufgespaltet. Liberate entwickelte Software für Set-Top-Boxen, NIC, was für „New Internet Computer“ steht, sollte sich um die Weiterentwicklung des Internet-Rechners kümmern. Nachdem der Erfolg der Rechner völlig ausgeblieben ist, wurde das Unternehmen aufgelöst.

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