Fernöstliche Chiphersteller mit satten Gewinnen

Drei Unternehmen glänzen mit neuen Ergebnisssen

Fernöstliche Chiphersteller haben unisono mit glänzenden Ergebnissen für das zurückliegende Quartal aufhorchen lassen. Die taiwanesische Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat in Q1 ihren Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr glatt vervierfacht. Semiconductor Manufacturing International (SMIC), der größte chinesische Hersteller von Computerchips, hat sein Ergebnis im ersten Quartal ins Plus gedreht. Und die taiwanesische MediaTek konnte beim Nettogewinn um zehn Prozent zulegen.

TSMC, der größte Auftragsfertiger der Welt, hat vor allem von der gestiegenen Nachfrage nach Chips für Handys und Elektronikprodukte wie Computerdisplays und Digital-Kameras profitiert und das beste Quartalsergebnis in drei Jahren abgeliefert. Der Nettogewinn betrug 18,8 Milliarden Neue Taiwan Dollar (NTD/478 Millionen Euro) gegenüber 4,36 Milliarden NTD (111 Millionen Euro) im Jahr zuvor. Auch der Umsatz legte signifikant zu und zwar von 39,3 Milliarden NTD (999 Millionen Euro) auf 57,5 Milliarden NTD (1,5 Milliarden Euro). Nach Meinung von Beobachtern sind die Foundries mit ihren Kapazitäten derzeit am Limit. Der Boom dürfte dazu führen, dass Anbieter wie TSMC, aber auch Rivale United Microelectronics (UMC) im zweiten Quartal ihre Preise erhöhen werden, ohne Gefahr zu laufen, dadurch Kunden zu verlieren.

Auch auf dem chinesischen Festland profitieren die Produzenten vom Chipboom. SMIC, das unter anderem für Texas Instruments, Samsung und Infineon produziert, konnte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 8,6 Millionen Dollar verzeichnen. Dabei hatte das Unternehmen eine außerordentliche Abschreibung vorgenommen, ohne die das Plus bei 27,5 Millionen Dollar gelegen wäre. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 38,1 Millionen Dollar verbuchen müssen. Der Umsatz hat sich bei SMIC im Berichtszeitraum beinahe verfünffacht und zwar von 38,4 auf 186,9 Millionen Dollar. SMIC-CEO Richard Chang berichtete anlässlich der Bilanzpräsentation vor allem von „partieller Stärke im Kommunikationssektor“ im ersten Quartal, besonders was die Nachfrage nach Chips für 3G-Handys betrifft.

Auch die taiwanesische MediaTek, die unter anderem Chips für DVDs herstellt, konnte ihr erstes Quartal mit Zuwächsen abschließen. Der Nettogewinn betrug 4,2 Milliarden NTD (107 Millionen Euro) gegenüber 3,8 Milliarden NTD (97 Millionen Euro) im Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 9,6 Milliarden NTD (244 Millionen Euro).

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