USA behält Deutsche Telekom auf schwarzer Liste

Wettbewerbshemmnisse in Deutschland beklagt

Die US-Regierung sieht in Deutschland weiterhin Wettbewerbshemmnisse bei der Telekommunikation und wird deshalb die Deutsche Telekom nicht von ihrer schwarzen Liste nehmen. Wie die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, könnten der Telekom-Tochter T-Mobile in den USA dadurch Zukäufe erschwert oder sogar ganz verwehrt werden.

In den USA dürfen nur die ausländischen Telefongesellschaften frei arbeiten, die in ihren Heimatländern freie Wettbewerbsregeln nachweisen können und ihre Konkurrenten nicht diskriminieren. Dies sieht die US-Regierung im Fall Telekom trotz umfangreicher Lobbyarbeit offenbar nicht gegeben.

Stattdessen wird die deutsche Bundesregierung ermahnt, ihre 43 Prozent direkt und indirekt gehaltenen Telekom-Anteile zu verkaufen. Außerdem beklagt die USA die fehlende Autorität der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP), deren Entscheidungen aufgrund von gerichtlichen Überprüfungen ins Leere laufen würden.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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6 Kommentare zu USA behält Deutsche Telekom auf schwarzer Liste

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  • Am 22. April 2004 um 14:18 von bot

    Einmischen
    Hallo Zusammen,

    gibts eigentlich irgend etwas, wo sich die USA nicht einmischen?

    "…Stattdessen wird die deutsche Bundesregierung ermahnt, ihre 43 Prozent direkt und indirekt gehaltenen Telekom-Anteile zu verkaufen. Außerdem beklagt die USA die fehlende Autorität der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP), deren Entscheidungen aufgrund von gerichtlichen Überprüfungen ins Leere laufen würden…"

    Vielleicht sollten die erstmal vor Ihrer eigenen Haustüre kehren.

    Gruß,
    bot

    • Am 23. April 2004 um 9:38 von simbou

      AW: Einmischen
      Na klar, es ist doch immer einfacher anderen zu sagen:"Ihr seid schlecht", als sich das selbst einzugestehen.
      Ich glaube viele und darunter auch unsere müssen noch lernen den USA zu sagen, dass die sich nicht alles erlauben dürfen. mfg simbou

    • Am 23. April 2004 um 11:15 von Ralf

      AW: AW: Einmischen
      Ausserdem wollen die 43 % doch auch gekauft werden, und ich glaube, das es einige Ami’s gibt, die das haben wollen. Wenn sie dann da sind, werden die restlichen Prozente auch noch gezogen, und dann ist Ausverkauf.
      Da Öl bald alle ist, Internet aber "immer" existieren wird, warum keine Provider in Old-Europe aufkaufen.

      Da die US-Regierung Geld braucht, versucht sie natürlich für Ihre Wirtschaft alle Probleme zu beseitigen.

      MfG
      Ralf

    • Am 23. April 2004 um 22:07 von weg_mit_der_dt

      AW: AW: AW: Einmischen
      Da würden die Amis endlich mal wieder etwas vernünftiges machen. Die Abzockerbehörde aufkaufen, dann aussaugen und am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Danach gäbe es endlich auch hier fairen Wettbewerb zu Gunsten des Kunden.

      Oh wie wäre das schön…

    • Am 25. April 2004 um 12:36 von Elfor Mondlicht

      AW: AW: AW: AW: Einmischen
      [Zitat]
      Da würden die Amis endlich mal wieder etwas vernünftiges machen. Die Abzockerbehörde aufkaufen, dann aussaugen und am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Danach gäbe es endlich auch hier fairen Wettbewerb zu Gunsten des Kunden.

      Oh wie wäre das schön…
      [/Zitat]

      … und die Gewinne gehen auch fleißig in die USA, was unserer Renten- und Steuersituation gewiss weiterhelfen wird.

    • Am 2. Mai 2004 um 13:27 von Ron Sommer

      AW: Einmischen
      Moin,

      Naja, also die EU beschwert sich ja auch über Microsoft und Intel.

      Finde ich eigentlich auch gut, dass die Amis ein mal in ihrem Leben bissel Courage zeigen. Die deutsche Regierung kann’s ja anscheinend gar nicht: Weder im eigenen Land mal für nen sinnvollen Wettbewerb sorgen noch sich mal gegen ein Menschenrecht verletzendes Land wie China durchsetzen.

      Es lebe das Duckmäusertum!
      Euer Ron Sommer.

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