Antisemitische Website von Google-Spitze gestürzt

Netzinitiative überlistet Suchmaschine

Eine Netzinitiative hat die antisemitische Website Jew Watch von der Spitze der Ergebnisliste bei Google gestürzt. Die Seite erschien, wenn man den englischen Begriff für Jude (Jew) ins Suchfeld eingab. Durch so genanntes „Google Bombing“ erreichte die Initiative, dass das erste Suchergebnis nun auf einen Eintrag im Onlinelexikon Wikipedia verweist. Auf dem zweiten Platz befindet sich allerdings noch immer Jew Watch.

Ein Sprecher der Internetsuchmaschine Google sagte gegenüber CNET/ZDNet, dass die Suchergebnisse bei Google ausschließlich von Computeralgorithmen bestimmt würden und das Unternehmen sie deshalb auch nicht verändern könne. Seinen Angaben zufolge ist es zu dem Ranking gekommen, weil der Begriff „Jew“ seit dem zweiten Weltkrieg kaum noch gebräuchlich ist. Suchanfragen für Alternativen wie „Jewish“ ergäben komplett projüdische Seiten an der Spitze der Ergebnisliste.

Wie CNET/ZDNet weiter berichtet, hatte der New Yorker Steven Weinstock Google schon vor einigen Wochen auf das Problem hingewiesen. Nach der Weigerung des Unternehmens, die Seite aus seiner Ergebnisliste zu streichen, launchte Weinstock eine Online-Petition und rief zur Unterstützung auf. Seinen Angaben zufolge wird Google die Seite entfernen, wenn die Petition 50.000 Unterschriften umfasst. Der Google-Sprecher wies dies allerdings zurück.

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2 Kommentare zu Antisemitische Website von Google-Spitze gestürzt

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  • Am 9. April 2004 um 14:25 von captainplanet

    freiheit
    es soll keine beschränkungen für suchmaschinen geben, sie sollen das finden was man sucht, (wenn so was egziestriert natürlich), und egal ob gut liebe hass pornos mp3s oder was auch immer, keien beschränkungen für suchmaschinen

    • Am 16. April 2004 um 14:50 von manfred busch

      AW: freiheit
      WEHE man sagt auch nur das geringste gegen die Juden sie wollen in Watte gepackt werden

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