G5 darf nicht mehr als schnellster Computer beworben werden

Apple konnte keine ausreichenden Beweise liefern

Voller Stolz hat Apple auf seiner Worldwide Developers Conference im Juni letzten Jahres den nach eigenen Aussagen „schnellsten Personal Computer“ vorgestellt. Apple-Chef Steve Jobs ließ das neue Gerät während seiner Keynote gegen ein Pentium 4-basiertes Dell-System antreten, das erwartungsgemäß völlig unterging.

Schon damals haben Experten dem G5 eine, insbesondere im Vergleich zu älteren Apple-Systemen, hohe Leistungsfähigkeit bescheinigt. Die Behauptung, es handelte sich um den „schnellsten Personal Computer“ wollten sie jedoch nicht mittragen. Wochenlang benchmarkten die Tester dieser Welt das in einem Aluminium-Gehäuse daherkommende Gerät. Die Tests untermauerten die von Apple gemachten Aussagen in den meisten Fällen jedoch nicht. Unabhängig davon blieb Apple bei seiner Behauptung und baute seine Werbekampagne auf der umstrittene Aussage auf.

Schon im November 2003 wurden entsprechende TV-Spots in Großbritannien aus dem Fernsehen verbannt, da Apples Aussage nach Meinung des Werberates nicht zu halten sei. Inzwischen hat sich in den USA das „Council of Better Business Bureaus“ (BBB) der Sache angenommen, das die „höchsten ethischen Beziehungen zwischen Unternehmen und der Öffentlichkeit“ fördern soll.

Auf Initiative von Apple-Konkurrent Dell hin aktiv geworden, hat das BBB nun festgestellt, „dass die von Apple eingereichten Beweise keine angemessene Basis für die weit reichende und inkompetente Behauptung sind, der Power Mac G5 sei der schnellste, leistungsfähigste Personal Computer der Welt, der bei der Integer-Rechenleistung an der Konkurrenz vorbeigezogen sei.“ Das Gremium empfiehlt Apple daher, entsprechende Aussagen künftig zu unterlassen.

Da das BBB auf Basis von Selbstverpflichtungen arbeitet, kann es die Werbeaussage jedoch nicht juristisch verbieten. Trotzdem dürfte Apple alleine unter PR-Gesichtspunkten über den Standpunkt des BBB nicht glücklich sein.

Themenseiten: Apple, Business

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu G5 darf nicht mehr als schnellster Computer beworben werden

Kommentar hinzufügen
  • Am 20. Januar 2005 um 23:20 von §PC-freak§

    G5-Apple
    Der G5 von Apple scheint sicherlich ein tolles Gerät zu sein, aber es ist zu teuer und außerdem nicht sehr viel schneller und manchmal sogar langsamer als ein selbst-gebastelter High-End-PC auf INTEL-BASIS mit rund 3,4 oder 3,6 GHz den einzigen unterschied, den es gibt ist, dass Apple genauso wie AMD die 64BIT Technik anwendet und INTEL nur 32BIT dafür aber EXTENDET 64BIT Memory Technologie. Was im Prinzip das gleiche sein soll, was es allerdings nicht ist. Extendet 64Bit Memory Technologie betriefft nur den Datenaustausch von Speicher und CPU (Central-Processing-Unit) kuz: Prozessor, wobei bei einer richtigen 64Bit Technologie wie bei Apple alle Daten über das Komplette Mainboard,z.B: zwischen Northbridge und CPU bzw. Memory usw. mit 64Bit übertragen werden. Aber trotzdem ist ein Intel Rechner mit etwa 3,2GHz mindestens so schnell wie ein Apple G5 PowerMac und wenn nicht sogar etwas schneller!!! Es ist aber mehr Geschmacks bzw. Geldsache ob man sich einen solchen "Stylischen" Rechnervon APPLE zu einem fast unbezahlbarem Preis zulegen möchte. Ich entscheide mich aber lieber für eine der Intel Extreme Editions mit 3,4 / 3,6 GHz und HT Technologie.Ist glaub ich besser so!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *