SAP: „RFID lohnt sich bald auch bei einem Joghurtbecher“

ZDNet: Wir konfrontieren Sie mal mit einem aus Anwenderkreisen verlautbarten Vorwurf: Von der Exchange Infrastructure 3.0 profitiert in erster Linie die SAP selbst, denn XI fließt in die Produkte „Master Data Management“, „mySAP Supplier Relationship Management“ und „Supply Chain Management“ ein, um verschiedene Funktionskomponenten des Herstellers miteinander zu verknüpfen. Und dafür verlangen Sie auch noch Geld?

Haendly: Wichtig ist dabei zu sehen, dass, wenn man die Exchange Infrastructure im Rahmen von Master Data Management oder im Rahmen einer anderen von uns lizenzierten Lösung einsetzt, dafür keine weiteren Kosten entstehen. Das bedeutet, dass der Kunde flexibler ist, ohne dass sich seine Kosten erhöht hätten. Alleine dadurch, dass die Exchange Infrastructure an die Stelle von hart-kodierten Verbindungen zwischen zwei Komponenten, egal ob in ABAP oder Java, tritt. Schließlich basiert die Exchange Infrastructure auf offenen Standards um die Transformationen oder Verteilregeln zu beschreiben. Der Kunde kann nun die gleiche Technologie für weitere Integrationsprozesse (zum Beispiel von Fremdsystemen) nutzen. Auch die Wiederverwendung bestehender Hardware sowie des bestehenden Know-hows der Mitarbeiter können so für den Kunden Kostenvorteile bedeuten.

ZDNet: Experten gestehen der SAP ja durchaus zu, mit XI 3.0 viele nützliche Funktionen zu liefern. Allerdings betonen sie auch, dass die vermeintlich einfache Nutzung der neuen Techniken viel Know-how und Investitionen erfordert, die sich eventuell erst mittel- oder langfristig auszahlen. Dessen ungeachtet werden Sie nicht müde, Netweaver als Mittel zur Senkung der Wartungs- und Integrationskosten anzupreisen.

Haendly: Der Kunde muss in jedem Fall die Lizenzkosten tragen, egal ob die Software von uns oder anderen geliefert wird. Wie gesagt: In unserem Fall hat er ja bereits die Skills der Mitarbeiter vorrätig, die haben unsere Technologie quasi ‚bereits im Bauch‘. Das sind klare Kostenvorteile. IDC hat diese in einer Studie auch öffentlich gemacht.

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1 Kommentar zu SAP: „RFID lohnt sich bald auch bei einem Joghurtbecher“

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  • Am 29. März 2004 um 20:09 von Realist

    Datenschutzrechtlich bedenklich
    RFID-Chips könnten problemlos ausgelesen und mit entsprechender Motivation könnten Käuferprofile und sogar Bewegungsprofile erstellbar werden.

    So gut die Technik für Firmen sein kann, der Verbraucher sollte Produkte, mit dieser Technik ausgezeichnet werden, ablehnen.

    Datenschutz geht vor Firmeninteresse!

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