CeBIT: Telekom beantragt 10-Cent-pro-Stunde-Tarif

Antrag bei der Regulierungsbehörde eingereicht. Tarif soll nach der Genehmigung kurzfristig eingeführt werden

Die Telekom will in rund zehn Wochen – so lange dauert die Prüfung durch die Regulierungsbehörde – eine neue Tarifoption einführen, bei der Gespräche ins Festnetz rund um die Uhr 10 Cent pro angefangene Stunde kosten. Um diesen Tarif nutzen zu können, zahlt der Kunde eine zusätzliche Gebühr von 4,22 Euro pro Monat.

„Die Option kann von allen Kunden hinzugebucht und auch mit anderen Tarifoptionen aus der AktivPlus-Familie verknüpft werden können“, so Telekom-Sprecher Willfried Seibel auf ZDNet-Anfrage. Ob der Tarif so eingeführt wird, hängt von der Genehmigung der Regulierungsbehörde in Bonn ab. „Liegt diese Genehmigung vor, dann werden wir den Tarif kurzfristig einführen“, sagte Seibel.

Der 10-Cent-pro-Stunde dürfte sich aber nur für Vieltelefonierer rechnen, denn mit der Schaltung des Tarifs wird jeder Anruf mit 10 Cent pro Minute berechnet. Meldet sich am anderen Ende nur ein Anrufbeantworter sind ebenfalls zehn Cent fällig. Berücksichtigt man aktuelle Call-by-Call Tarife, dann lohnt sich ein solcher Tarif nur, wenn man oft länger als zehn Minuten telefoniert. Denn für die Grundgebühr von 4,22 Euro kann man im Monat schon gut vier Stunden mit einem Call-by-Call Anbieter in der Hauptzeit telefonieren und diese rechnen im Normalfall minutengenau ab.

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3 Kommentare zu CeBIT: Telekom beantragt 10-Cent-pro-Stunde-Tarif

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  • Am 22. März 2004 um 19:00 von Test

    Fehler in der Meldung
    Nicht jeder Anruf wird mit 10 Cent pro Minute Berechnet, sondern Gespräche werden mit 10 Cent pro STUNDE berechnet.

    • Am 22. März 2004 um 21:39 von Luke

      AW: Fehler in der Meldung
      Der Autor dieses Artikels meinte wohl auch eher, daß im Vergleich zu den derzeitigen Minutentarifen auch schon eine einzige Minute (oder halt sogar eine einzige Sekunde, wie ja auch weiter unten mit dem Anrufbeantworter beschrieben) bereits mit 10 Cent zu Buche schlägt.

      M.f.G.
      Luke

  • Am 23. März 2004 um 10:34 von expocityvoice

    Schlecht für Kurzzeittelefonierer.
    Wer nur Kurzzeittelefonierer ist und eine sekundengenaue Abrechnung hat, zahlt in jedem Falle drauf, denn die Grundgebühr muß ja dabei berücksichtigt werden. Die Tüftler der Telekom verfügen natürlich über eine breitere Statistik und haben sich die Einnahmen aus diesem Gebührenvorschlag hochrechnen können.
    Wir aber können z.B. schon Faxe, lt. Abrechnung, für € 0,07 versenden.

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