Jugendliche Hacker richten Millionen-Schäden an

Fast 20 Prozent der deutschen Unternehmensnetzwerke ohne Firewall

Die Zahl der Sicherheitsverstöße aus dem Internet hat im Jahr 2003 allein in den USA um 68 Prozent zugenommen. Die Dunkelziffer liegt vermutlich um ein Vielfaches darüber. Fast die Hälfte der Attacken auf deutsche Unternehmen wird dabei von Hackern verursacht.

Rund 61 Prozent der Angriffe sind ungezielt. Meist stecken Kinder oder Jugendliche, so genannte Script-Kiddies dahinter, die vorgefertigte Programme aus dem Internet benutzen. Das zeigt die Studie „IT-Security 2003“ von Informationweek und der Unternehmensberatung Mummert Consulting, die heute in Hamburg vorgestellt wurde.

Die jährlich angerichteten Schäden durch erkannte Hackerangriffe in Deutschland werden auf einen dreistelligen Millionen-Betrag geschätzt. Die Schäden durch unerkannte Attacken sollen noch erheblich höher sein. Laut Studie ist bei rund 37 Prozent der betroffenen Unternehmen ein Schaden aufgetreten. Hauptursache für die Schäden sind demnach mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei privaten PCs und Unternehmensnetzwerken.

Die Zahl der registrierten Sicherheitslücken sank im Jahr 2003 gegenüber dem Vorjahr um fast neun Prozent. Insgesamt sind aber noch 3800 Fälle zu verzeichnen gewesen. Fast 20 Prozent der Unternehmen besitzen nach Angaben der Studie noch keine Netzwerk-Firewall. Bei privaten Anwendern liegt die Anzahl noch erheblich darüber.

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5 Kommentare zu Jugendliche Hacker richten Millionen-Schäden an

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  • Am 22. März 2004 um 19:09 von Bose-Einstein-Kondensat

    FALSCH: Inkompetente Admins richten Millionen-Schäden an! (kT)
    kein text

    • Am 14. April 2004 um 12:36 von Rehberg

      AW: FALSCH: Inkompetente Admins richten Millionen-Schäden an! (kT)
      Das liegt wohl eher im mangelnden Rechtsbewusstsein der Kiddies.

      In unserem Land ist es ja leider noch Gang und Gebe, alle Straftäter unter 16 Jahren halbwegs ohne Konsequenten laufen zu lassen. Das wissen sie und nutzen dies aus.

      Und häufig bekommen diese Kids auch nichts anderes auf unseren Strassen und im Leben zu sehen.

      Kleine Strafen wie gemeinnützige Arbeit helfen da schon Wunder, und mir kann man nicht erzählen, dass ein 14-jähriger Taschendieb nicht weiss, dass dieses eine Straftat ist.

      Seit etlichen Jahren wird das Geld für Bildung gekürzt in einem Staat, welcher nur von Bildung leben kann, denn die Förderung der letzten Bodenschätze werden ja sowieso subventioniert, weil es zu teuer ist, sie zu fördern.

      Es muss ein Umdenken in der Politik geschehen, damit sich sowas ändert.

      • Am 13. Juli 2008 um 15:05 von Dietmar

        AW: AW: FALSCH: Inkompetente Admins richten Millionen-Schäden an! (kT)
        Genau so sehe ich es auch! Ich bin selbst Opfer einer solchen Straftat geworden, meine Daten wurden benutzt um von meinem Paypalkonto zig Tausende zu veruntreuen. Gefasst wurden 2 Jugendliche. Die Staatsanwaltschaft sah die Schuld als gering an. Man sollte Ersttäter vielleicht nicht gleich zu hart oder gar wie Erwachsene bestrafen. Jedoch bin ich der Auffassung, dass es Jugendliche gibt, die bei weitem intelligenter als Erwachsene sind, die dann aber das Glück haben, dass man Ihr Schuldbewusstsein am Alter bemisst. Es ist für mich auch nicht vorstellbar, dass ein Jugendlicher, der intelligent genug zum Hacken ist, dann keine Ahnung davon hat, dass es schweres Unrecht ist, Tausende EUR zu entwenden. Jugendliche deswegen in Haft zu stecken halte ich für kein geeignetes Mittel, aber man sollte doch schon eine Strafarbeit (oder etwas Vergleichbares) auferlegen, damit das Unrecht künftig bewusster wird. Jemand völlig davonkommen zu lassen, mit einem Fingerzeig, bei solcher Schwere von Unrecht, ist irgendwie nicht akzeptabel. Auch für Jugendliche nicht.

  • Am 22. März 2004 um 21:24 von realist

    Anwender gängeln hat nun mal vorrang
    Verbot von CD-,DVD-,CDRW-u.Floppy-Laufwerken, vorenthalten von Systemeinstellung ist allemal wichtiger als sich um das Einspielen von Sicherheitspatches und Anwenderaufklärung zu kümmern.

  • Am 23. März 2004 um 11:04 von expocityvoice

    Dummheit schützt vor Strafe nicht!
    Wenn nach all den vielen Erkenntnissen, von sämtlichen Wort- und Schriftmedien fast täglich serviert, immer noch keine Reaktion erfolgt ist, kann man doch nur noch zitieren: "Dummheit schützt vor Strafe nicht !"
    Hoffentlich merken das auch bald die Versicherungen und zahlen für dadurch verursachte Betriebsausfälle nicht mehr!

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