Durchbruch bei Herstellung flexibler Chips

Kosten extrem minimierbar

Forscher des Computerriesen IBM haben offenbar ein neues Verfahren entwickelt, durch das die Herstellung extrem günstiger, flexibler Halbleiter ermöglicht wird. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute berichtet, könnten durch die neue Verfahrensweise flexible Stoffe, mit einem halbleitenden Film bestrichen, durch ein Printverfahren ähnlich wie beim Zeitungsdruck hergestellt werden. Diese flexiblen Halbleiter sollen bei Produkten wie Computerdisplays und Solarzellen Anwendung finden.

Die IBM-Forscher haben laut ihrem im Naturwissenschaftsmagazin Nature veröffentlichten Bericht einen neuen Weg gefunden, wie sie halbleitende Materialien in einer Flüssigkeit auflösen können, ohne die elektrische Leitfähigkeit zu stark zu verringern. Dank des neuen Verfahrens sei die Leitfähigkeit des halbleitenden Films um das Zehnfache gegenüber derzeitigen Methoden gesteigert worden.

Das Forschungsteam benutzte so genannte Chalkogenide, die es in Hydrazin auflöste. Die Verbindung wurde dann auf rotierende Wafer gestrichen. Die nächste Hürde besteht laut Forschungsleiter David Mitzi darin, einen Ersatz für das hoch giftige Hydrazin zu finden. Mitzi ist sich allerdings sicher, dass andere Lösungsmittel ähnlich funktionieren werden. Er könne sich vorstellen, dass dieselben Chemikalien nicht nur im Rotationsprinzip, sondern auch im Rollendruckverfahren einsetzbar sind, so dass die Herstellungskosten extrem minimiert werden könnten.

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